Anfrage der Fraktion DIE LINKE zur Sitzung des Personal- und Organisationsausschusses am 14.01.2010:
Die weltweite Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise setzt den Ausbildungsmarkt in Deutschland erheblich unter Druck. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat daher aufgerufen, mit dem Engagement bei der Ausbildung nicht nachzulassen.
Viele junge Menschen schaffen den direkten Übergang von der Schule in den Beruf nicht. Um diesen Jugendlichen eine Perspektive zu bieten, hat die Bundesregierung den Ausbildungsbonus eingeführt. Dadurch soll jungen Menschen, auch wenn sie unter schwierigen persönlichen Voraussetzungen starten, die Chance eröffnet werden, einen Beruf in einem Betrieb/Verwaltung zu erlernen und sich für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren.
Arbeitsplätze zu sichern, heißt immer auch, sich für die Ausbildung stark zu machen. Gerade in einer Krise ist die Ausbildung wichtig, denn mit einer Konjunkturerholung wird auch der verstärkte Bedarf an Fachkräften einhergehen. Um dafür gerüstet zu sein, müssen auch die Unternehmen/Verwaltungen diesen Bedarf schon jetzt bei der Ausbildung berücksichtigen. Es geht aber auch darum, jungen BürgerInnen mit einer Ausbildung die Chance zu ermöglichen ein eigenständiges Leben zu ermöglichen.
Mit der Verantwortung für die Ausbildung haben die Wirtschaft und auch die Kommunen zugleich die gesellschaftliche Aufgabe, allen in unserem Land eine Perspektive zu geben. Mit dem Ausbildungsbonus unterstützt die Bundesregierung Betriebe/Verwaltungen, die gerade denen eine Chance geben, die nicht zu den Besten in der Schule gehört haben und vielleicht schon lange nach einer Ausbildungsstelle suchen.
Die Bundesregierung hat vor dem Hintergrund der Krise den Ausbildungsbonus erweitert, so dass auch die Übernahme von Auszubildenden die mitten in ihrer Ausbildung ohne Lehrstelle dastehen, weil ihr bisheriger Lehrbetrieb Insolvenz anmelden musste, gefördert werden.
Vor diesem Hintergrund bitten wir um Beantwortung folgender Fragen:
Freundliche Grüße
Gilbert Yimbou Lothar Daxenberger Oktay Demirel