Betreuungsverträge zwischen Eltern und Kitas für ihre Kinder enden regelmäßig zum 31.07. des Jahres. Schulbeginn für die neuen Erstklässler ist jedoch aufgrund der Ferienregelung dieses Jahr erst Ende August – 2011 sogar noch später. Diese „Betreuungslücke“ muss bisher durch Urlaub der Eltern geschlossen werden. Um dies zu ändern, hatte der Jugendhilfeausschuss die Verwaltung gebeten, die Betreuungsverträge so zu gestalten, dass eine kontinuierliche Betreuung zwischen Ende der Kita und Beginn der Schule gewährleistet ist.
Zur nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 20.04.2010 liegt die Antwort der Stadtverwaltung vor. Hierzu erklärt Ronny Meyer, Mitglied der LINKEN im Ausschuss:
„Die Antwort der Verwaltung ist ein Hohn und berücksichtigt in keiner Weise den Beschluss des Jugendhilfeausschusses. Vielmehr sollen Eltern, die einen Platz in der Offenen Ganztagsschule erhalten haben, ihre Kinder dort betreuen lassen. Für die Kinder für die der Übergang Kita – Schule sowieso eine große Änderung in ihrem bisherigen Leben ist, stellt dies eine unzureichende Lösung da. Sie werden aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen, ohne Eingewöhnungszeit und ohne eine würdigen Rahmen des Übergangs.“
„Und wer keinen Platz in der OGS bekommen hat – nun ja, der könne ja ein kostenpflichtiges Angebot der Düsselferien in Anspruch nehmen, so die Verwaltung. Und wer sich das nicht leisten kann? Nun ja – der hat dann wohl Pech gehabt. Oder er könne sich an den i-Punkt Familie wenden, wo dann solche Engpässe abgefangen werden sollen.“
Abschließend führt Angelika Kraft-Dlangamandla, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE und Ratsmitglied aus:
„Die Verwaltung soll ihre Vorlage zurückziehen und den Beschluss des Jugendhilfeausschusses umsetzen. Der jetzige Vorschlag ist ein bürokratisches Gemurkse und pädagogischer Unsinn.“