Vor der Sitzung am 17.11.2011 hat der Rat der Stadt Düsseldorf der beiden Frauen gedacht, die 1738 als Hexen im Stadtteil Gerresheim verbrannt wurden.
Dazu die Sprecherin der Ratsfraktion DIE LINKE. Düsseldorf, Angelika Kraft-Dlangamandla:
„Unsere Ratsfraktion begrüßt es, dass es jetzt nach einigem Hin und Her doch noch zu einer Gedenkminute im Rat gekommen ist.
Insbesondere möchten wir uns bei den Ratsmitgliedern, die sich am Gedenken beteiligt haben, dafür bedanken, dass die Initiative der LINKEN aufgegriffen wurde. Bereits im September hat der Vertreter der LINKEN in der Bezirksvertretung Gerresheim einen Antrag gestellt, dass der beiden Frauen gedacht werden solle. Dieser Antrag wurde damals noch mit der Mehrheit von CDU und FDP abgelehnt.
Überhaupt spielten die CDU und der Oberbürgermeister in der ganzen Sache eine unrühmliche Rolle. Sowohl im Anregungs- und Beschwerdeausschuss wie auch im Ältestenrat tat sich die CDU schwer, sich mit den Anträgen der anderen Fraktionen auseinander zu setzen. Das kam auch bei der Gedenkveranstaltung im Rat zum Ausdruck, da der OB nicht in der Lage war, zu diesem Gedenken aufzurufen und dieses seiner Stellvertreterin überließ. Erst ein Mehrheitsbeschluss - gegen die Stimmen der CDU - machte den Weg für eine Gedenkminute frei, bei der die Hälfte der CDU-Fraktion den Saal verließ.
Umso mehr sind wir froh, dass es doch noch zu einem würdevollen Zwischenstand gekommen ist. DIE LINKE. geht davon aus, dass jetzt auch ihre weiteren Forderungen aus September 2011 erfüllt werden, dass die Opfer moralisch rehabilitiert werden und dass der Diskriminierung Einzelner und von Gruppen entschieden entgegen getreten wird.“