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Pressemitteilung

Zahlen deuten auf dauerhaft weniger Sozialwohnungen in Düsseldorf

In der Sitzung des Düsseldorfer Ausschusses für Wohnungswesen und Modernisierung am 16.01.2023 stellt die Stadtverwaltung neue Zahlen zum Düsseldorfer Wohnungsmarkt vor. Für das Jahr 2022 wurden von budgetierten 60 Millionen Euro an Landesfördermitteln nur 41,5 Millionen in sozialen Wohnungsbau investiert. Im Jahr 2021 waren es noch 105,8 Millionen Euro. In der gleichen Sitzung präsentiert die Stadtverwaltung mit dem "Datenblatt Wohnungsmarkt 2022" die Wohnungsmarktzahlen für 2021.

Dazu erklärt Julia Marmulla, Mitglied im Wohnungsausschuss und Sprecherin der LINKEN Ratsfraktion:

"Die Ergebnisse im sozialen Wohnungsbau spiegeln das wohnungspolitische Desinteresse von Schwarz-Grün wider: Die Zahl der Förderbewilligungen für neue Sozialwohnungen hat sich 2022 mehr als halbiert; die Nutzung von Landesfördermitteln ist um ganze 60 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig verkündet die Stadt, dass 2022 in Düsseldorf 42 Sozialwohnungen mehr als im Vorjahr gebaut wurden. Insgesamt 260 neue Sozialwohnungen sind aber kein Grund zur Freude: Düsseldorf verlor allein im Jahr 2021 697 Sozialwohnungen, weil die Mietpreisbindung auslief. Die Prognose der Stadtverwaltung lautet, dass bis zum Jahr 2031 9.000 von 15.500 Düsseldorfer Sozialwohnungen verloren gehen werden.

Als LINKE fordern wir, dass die Stadt mehr Grundstücke in das Vermögen der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft einlegt und sie damit in die Lage versetzt, mehr preiswerten Wohnraum zu schaffen. Nur so können wir diese katastrophale Entwicklung umkehren."