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Missverhältnis zwischen Ausgaben für Milliardenoper und Sanierung maroder Kulturbauten

Pressemitteilung

Dutzende Kulturgebäude in Düsseldorf müssen u.a. wegen Feuchtigkeit, Schadstoffbelastung oder baulichen Mängeln dringend saniert werden. Darunter sind beliebte Angebote wie das zakk, das Tanzhaus NRW und die Tonhalle. DIE LINKE wirft der Stadtspitze vor, die Sanierungen zu vernachlässigen und stattdessen Investitionen einseitig auf den Opernneubau zu konzentrieren. Um das zu untermauern, fragt DIE LINKE Ratsfraktion in der Sitzung des Stadtrats am 27.06.2024 nach, wie viel Geld bisher in welche Kulturbauten investiert wurde.

Dazu erklärt Sigrid Lehmann, Ratsmitglied der LINKEN:

"Das zakk und andere Kulturgebäude sind wenigstens so sanierungsbedürftig wie das Opernhaus - und sie sind für die meisten Menschen wichtiger und zugänglicher. Es spricht Bände, dass über die Not der Kulturbetriebe nicht im Stadtrat diskutiert wird, sondern in einer Kommission - unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Für die Milliardenoper von CDU, SPD und FDP soll es jedes Jahr Millionenbeträge geben. Fast kein Geld bleibt, um die anderen Kulturbetriebe spielfähig zu halten."

Lehmann untermauert das mit Beschlüssen, die zur Ratssitzung am 27. Juni anstehen:

"Allein in diesem Jahr sollen 7,25 Millionen Euro für die Planung einer neuen Oper und einer Zwischenlösung ausgegeben werden. Das ist fast hundertmal mehr als das zakk bekommt, um den Betrieb aufrechterhalten zu können. Ab 2026 soll der Opernneubau jedes Jahr zweistellige Millionenbeträge verschlingen. Wir wollen mit unserer Anfrage schwarz auf weiß zeigen, dass CDU, SPD und FDP die Düsseldorfer Kulturbetriebe vernachlässigen, während sie eine Milliarde Euro oder mehr in ein protziges Operngebäude versenken. DIE LINKE lehnt diese Ungleichbehandlung ab."

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