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Düsseldorfer LINKE. unterstützt die Tarifforderungen im Öffentlichen Dienst

Pressemitteilung

Mit Blick auf die aktuellen Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst stellt die Fraktion DIE LINKE. zur nächsten Ratssitzung am 15.03.2012 einen Antrag, in dem der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf die kommunalen VerhandlungsführerInnen auffordern soll, den Forderungen der Gewerkschaften weitestgehend entgegenzukommen.

Dazu erklärt der Vorsitzende der Düsseldorfer Ratsfraktion DIE LINKE, Gilbert Yimbou:
„Die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes erbringen qualifizierte und für unsere Gesellschaft notwendige, hochwertige Dienstleitungen. Sie können daher eine dem gesellschaftlichen Wert ihrer Leistungen entsprechende Bezahlung erwarten.

Leider ist die Einkommensentwicklung im Öffentlichen Dienst hinter der in der privaten Wirtschaft zurückgeblieben. Die jüngste Untersuchung des Statistischen Landesamtes in NRW hat gezeigt, dass die Bezüge des Öffentlichen Dienstes im Durchschnitt um 20% unter den Gehältern in der Privatwirtschaft liegen. Vor diesem Hintergrund ist meines Erachtens nach eine leitungsgerechte und attraktive Bezahlung im Öffentlichen Dienst sei längerem fällig.

Dies kann auch zur Gewinnung  qualifizierten Nachwuchs beitragen. Deutliche Entgelterhöhungen sind nicht nur ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit, sondern angesichts der Rezession in weiten Teilen Europas auch ein Gebot der Wirtschaftlichen Vernunft.

Hinzu kommt  der akute Fachkräftemangel, wie z. B. in der Pflege und in den Erziehungsberufen. Dies ist im Zusammenhang mit der demographischen Entwicklung ein ernstzunehmendes Problem für die Verwaltung der Kommunen. Das Gejammer auf hohem Niveau ohne dagegen etwas zu unternehmen ist ein Armutszeugnis.
So werden beispielweise bei der Stadtverwaltung Düsseldorf allein aus altersbedingten Gründen in den nächsten 10 Jahren insgesamt rund 2.100 MitarbeiterInnen ausscheiden.

Dies entspricht einer Quote von rund 18%. Die absolute Zahl der altersbedingten Abgänge wird sich von 75 im Jahr 2012 kontinuierlich auf 310 im Jahr 2022 erhöhen. Dieser Fluktuation muss durch Neueinstellungen begegnet  werden. Es müssen aber auch attraktive Arbeitsbedingungen und leistungsgerechte Bezahlung angeboten werden, um entsprechenden qualifizierten Nachwuchs gewinnen zu können “.

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