Überarbeitung des Bäderkonzepts zu größerer EinwohnerInnenfreundlichkeit

Ratsfraktion

Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Rates am 30. April 2015 zu TOP 15 „Bäderkonzept 2020“ (Vorlage 52/16/2015): Das vorliegende Bäderkonzept ist bis zur Ratssitzung im September unter Berücksichtigung folgender Punkte zu überarbeiten:  

  • Auch für die Bäder in Flingern und Benrath ist eine umfassende Öffnung für die Bevölkerung zu gewährleisten.
            
  • Die vorgesehenen Schließungen der Saunen in Benrath, Oberkassel und Unterrath sind zurück zu nehmen.    
        
  • Beim Oberkasseler Neubau sollte die Integration eines Bürgerhauses berücksichtigt werden.  
          
  • Beim Unterrather Neubau sollte geprüft werden, ob die Grünfläche vor dem         Unterrather Bad dem Bäderbereich zugeschlagen werden kann.     
       
  • Es sollen konkrete Aussagen zur Bürgerbeteiligung gemacht werden. 
           
  • Die Kosten für die Sanierungsarbeiten sind zu aktualisieren.   
         
  • Die Einnahmeverluste während der Bau- und Sanierungsarbeiten sind darzustellen. 
           
  • Vermeidung von Personalabbau         

  • Vermeidung von Preiserhöhungen

Begründung:

In der Vorlage spricht die Bädergesellschaft für den Standort Flingern von einer Neupositionierung als Schul- und Sportbad und bei dem Standort Benrath von einem Mehrgenerationen-Gesundheitsbad. In beiden Bädern müssen aber auch die Belange der Bevölkerung berücksichtigt werden. Schwimmen und Baden ist ein Bestandteil der Daseinsvorsorge und sollte täglich möglich sein.

Da für die drei Bäder in Oberkassel, Benrath und Unterrath durchaus ein Bedarf besteht, sollten die Saunabereiche bei einem Neubau Berücksichtigung finden. Saunen sind normaler Bestandteil eines Schwimmbades. Bei der Schließung der Sauna in Oberkassel hatte sich sofort eine Bürgerinitiative gebildet. Es ist auch völlig unverständlich, gerade bei der Konzeption eines Gesundheitsbades in Benrath eine Sauna wegzulassen. Die Entfernungen zu anderen Bädern mit Sauna sind größer als dargestellt. Die ÖPNV-Anbindung des Bades in Niederheid ist denkbar schlecht. 

Die Kosten für die Sanierungsarbeiten wurden mit Stand 2011 ermittelt. Da seitdem keine Sanierungen vorgenommen wurden, ist davon auszugehen, dass sich die Kosten erhöht haben. 

Von der Bädergesellschaft wurde dargestellt, zu welchen Einsparungen die Schließungen von Bädern während der Bau- und Sanierungsarbeiten kommen könnte. Allerdings wurde es versäumt, die Einnahmeverluste während dieser Zeit gegenüber zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen

 

Angelika Kraft-Dlangamandla                            Lutz Pfundner