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Ratsfraktion

Atomtransporte durch Düsseldorf

 

Anfrage der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Rates am 19. September 2019:

Laut Presse hat sich 2018 die Anzahl der genehmigungspflichtigen Transporte mit radioaktivem Material in NRW verdoppelt. 1.241 Transporte aus NRW mit einem Gesamtgewicht von 13.728,63 Tonnen wurden auf den Straßen von NRW transportiert. Größter Absender war die Uranaufbereitungsanlage in Gronau. Daneben gab es Transporte aus  dem Forschungszentrum Jülich, der Krefelder Metallurgie Firma Siempelkamp und der GNS Betriebsstätte Duisburg. Weiterhin gab es 169 Transporte mit radioaktivem Material aus anderen Bundesländern,  die das Land NRW durchquerten. Es ist davon auszugehen, dass auch durch Düsseldorfer Stadtgebiet radioaktive Fracht auf Wasser, Schiene und/oder Straße transportiert wurde.

Zuletzt am 17. Juni 2019 informierte der BBU (Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.), dass ein Sonderzug die Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW) verlassen hat, der vermutlich Atommüll (abgereichertes Uranhexafluorid) quer durch NRW und Rheinland-Pfalz nach Frankreich transportiert hat. Sehr wahrscheinlich verlief die Route des Zuges, wie in der Vergangenheit, über den Staufenplatz in Düsseldorf Richtung Frankreich.

Jeder Transport stellt ein Sicherheitsrisiko dar, nur in wenigen Fällen werden die Transporte von der Polizei abgesichert. In einer Antwort auf die Anfrage (01/219/2010)  im Jahre 2010 gab die Stadt Düsseldorf bekannt, das weder sie noch die städtische Feuerwehr über Atomtransporte durch das Stadtgebiet Düsseldorf informiert werden. Bei einem möglichen Unfall geht dadurch wertvolle Zeit verloren. 

Vor diesem Hintergrund fragt DIE LINKE. Ratsfraktion an:

  1. Wird die Düsseldorfer Stadtverwaltung und/oder Polizei, Feuerwehr über radioaktive Transporte durch Düsseldorfer Stadtgebiet mittlerweile informiert? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, wie viele Transporte mit radioaktivem Material durchquerten das Düsseldorfer Stadtgebiet in den letzten fünf Jahren? (Bitte aufschlüsseln, nach Jahren, Wasser, Straße, Schiene, leicht-, mittel-, schwerradioaktivem Material)
     
  2. Wie ist die Düsseldorfer Feuerwehr mittlerweile für radioaktive Zwischenfälle bzw. Unfälle ausgerüstet (Anzahl Strahlenschutzbekleidung, Ausstattung, etc.)?

Mit freundlichen Grüßen

 

Angelika Kraft-Dlangamandla                              Lutz Pfundner