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Ausschuss für Gesundheit und Soziales

Auflösung des Arbeitskreises Streetwork

Anfrage der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am 11.04.2018:

Die Trägerrunde der „Arbeitsgemeinschaft der Wohnungslosenhilfe“ – in der die Träger der Wohnungslosenhilfe, der Landschaftsverband Rheinland sowie die Landeshauptstadt Düsseldorf zusammenarbeiten – hat in seiner Sitzung am 27.11.2017 beschlossen, den zur Arbeitsgemeinschaft gehörenden Arbeitskreis Streetwork aufzulösen und dessen Geschäftsordnung aufzuheben. Ein weiterer Austausch auf Arbeitsebene wurde allerdings empfohlen.

In den Jahresberichten der Arbeitsgemeinschaft, die regelmäßig dem Ausschuss für Gesundheit und Soziales vorgelegt werden, flossen bisher auch die Erkenntnisse aus dem Arbeitskreis Streetwork ein. So wurde der Ausschuss beispielsweise über Themen wie „Ausbau der interdisziplinären Vernetzung“ oder „Sprachliche und kulturelle Verständigung“ informiert. Die Hintergründe der Auflösung des Arbeitskreises Streetwork sowie die Grundlage, auf der ein zukünftiger Austausch stattfinden soll, sind bislang nicht bekannt.

DIE LINKE Ratsfraktion Düsseldorf fragt an:

  1. Warum wurde der Arbeitskreis Streetwork ursprünglich gegründet, welche Bedingungen haben sich seitdem geändert und warum wurde er letztendlich aufgelöst?
     
  2. Wie wird sichergestellt, dass der Ausschuss für Gesundheit und Soziales auch in Zukunft Informationen von Praktikerinnen und Praktikern aus diesem Bereich erhält?
     
  3. Findet seit der Auflösung des Arbeitskreises Streetwork der empfohlene Austausch auf Arbeitsebene statt? Falls ja, wie wird dieser organisiert? Falls nein, warum nicht?

Mit freundlichen Grüßen
 

Angelika Kraft-Dlangamandla             Cornelia Schlemper              Adrian Müller-Gehl

 

Antwort der Verwaltung am 11.04.2018 (Stadtdirektor Hintzsche)

zu Frage 1: Der Arbeitskreis Streetwork wurde als Gremium der Trägerrunde nach § 4 und 67 SGB XII gegründet. Die Trägerrunde nach § 4 und 67 SGB XII erfüllt den gesetzlichen Auftrag der abgestimmten Zusammenarbeit zwischen örtlichem und überörtlichem Sozialhilfeträger und den freien Trägern im Bereich der Wohnungslosenhilfe. Die Berichterstattung über die Arbeit der Trägerrunde erfolgt im Ausschuss für Gesundheit und Soziales in Form von Jahresberichten, die auch die Erkenntnisse der vom örtlichen und überörtlichen Sozialhilfeträger finenzierten Streetwork der Wohnungslosenhilfe beinhaltet.

Auftrag der Arbeitskreises war es dabei laut Geschäftsordnung, eine Vernetzung der Streetwork der Wohnungslosenhilfe mit anderen Akteuren der aufsuchenden Sozialarbeit in Düsseldorf auf Arbeitsebene und dadurch ein abgestimmtes Vorgehen und einen regelmäßigen Informationsaustausch sicherzustellen. Dabei war der Arbeitskreis der Trägerrunde nach §4 und 67 SGB XII rechenschaftspflichtig.

Der Arbeitskreis hat seinen Auftrag einer Vernetzung auf Arbeitsebene durch Einbeziehung zahlreicher Akteure erfüllt. So sind im Arbeitskreis neben den Trägern der Wohnungslosenhilfe z:b. die Aidshilfe, die Frauenberatungsstelle, care 24 und die Drogenhilfe vertreten, wodurch Hilfeansätze in Einzelfällen unter allen beteiligten Akteuren abgestimmt werden können.

Die breite Vernetzung und Einbeziehung unterschiedlicher Akteure hat aber auch dazu geführt, daß der Arbeitskreis seinem Auftrag zu einer abgestimmten Berichterstattung und Rechenschaft gegenüber der Trägerrunde nach §4 und 67 SGB XII nicht nachkommen konnte, da die unterschiedlichen Träger mit verschiedenen rechtlichen und inhaltlichen Aufträgen und Zielsetzungen für sich keine Rechenschaftspflicht gegenüber der Trägerrunde erkennen konnten. Als Folge hat die Trägerrunde nach § 4 und 67 SGB XII in ihrer Sitzung am 27.11.2017 beschlossen, den Arbeitskreis in der bestehenden Form aufzulösen.
Stattdessen wurde die Streetwork der Wohnungslosenhilfe durch einen Beschluss der Trägerrunde verpflichtet, sich weiterhin in geeigneter Weise mit anderen Akteuren zu vernetzen und die Trägerrunde regelmäßig über hier gewonnene Erkenntnisse zu unterrichten.

zu Frage 2: Durch den Beschluss der Trägerrunde vom 27.11.2017 ist sichergestellt, dass Erkenntnisse aus der Arbeit der Streetwork, die den Bereich der Wohnungslosenhilfe betreffen, auch weiterhin in die regelmäßige Berichterstattung einfließen.

zu Frage 3: Der Austausch findet weiterhin in gewohnter Form statt, wobei auf eine Geschäftsführung oder Geschäftsordnung verzichtet wird.