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Ratsfraktion

DIE LINKE beantragt vorläufigen Baustopp für die U-81 - wegen Corona kein Bedarf

Zur Sitzung des Düsseldorfer Stadtrats am 8. Oktober beantragt DIE LINKE Ratsfraktion einen vorläufigen Baustopp für die Stadtbahnlinie U-81. DIE LINKE Ratsfraktion ist der Auffassung, dass sich das U-81-Verkehrsprojekt bei den kommenden Haushaltsberatungen als finanziell untragbar herausstellt. Die geschätzten Kosten für den ersten Bauabschnitt der U-81 vom Freiligrathplatz bis zum Flughafenterminal sind von 95 Millionen Euro auf 256 Millionen Euro gestiegen, bei 60 Millionen Eigenanteil der Stadt.

Anja Vorspel, verkehrspolitische Sprecherin der LINKEN Ratsfraktion, begründet die Position der LINKEN:

"Eine Stadtbahnlinie zum Flughafen ist nach dem Einbruch der Fluggastzahlen nicht mehr zu rechtfertigen: 76 Prozent weniger Fluggäste bedeuten entsprechend weniger Fahrgäste für die geplante U-81. Damit der Flughafen überlebt, schießen die Stadt und die anderen Anteilseigner hundert Millionen Euro zu. Bevor auch die U-81 ein Millionengrab wird, sollte der Stadtrat die Reißleine ziehen."

Vorspel weiter:

„Mit Klimaschutz und Verkehrswende hatte die U-81 nie etwas zu tun – sie ist ein reines Prestigeprojekt. Der Flughafen ist bereits gut an den ÖPNV angebunden und es gibt keinen Bedarf nach einer weiteren Linie. Die geplanten Gelder für die U-81 fehlen an anderer Stelle für notwendige Projekte für die Verkehrswende.“

Fraktionssprecherin Angelika Kraft-Dlangamandla erläutert den Antrag der LINKEN für ein Moratorium:

"DIE LINKE beantragt einen Bau- und Planungsstopp für die U-81 bis zur Haushaltsberatung. Dort werden die Ratsmitglieder überlegen müssen, wie sie mit einem Minus von 475 Millionen Euro im städtischen Haushalt und Steuerausfällen von 364 Millionen Euro umgehen. DIE LINKE fordert die anderen Fraktionen auf, sich die explodierenden Kosten der U-81 noch einmal anzusehen und dann eine Entscheidung im Sinne der Stadt zu treffen. Die Anwohnerinnen und Anwohner würden es ihnen auch danken."