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Pressemitteilung

DIE LINKE: Stadt darf nicht für Bundeswehr werben

Zur Sitzung des Rates am 29.04.2021 stellt DIE LINKE Ratsfraktion Düsseldorf eine Anfrage zum Verhältnis zwischen Stadt und Bundeswehr. Am 23.03.2021 bedankte sich Oberbürgermeister Dr. Keller bei Soldat:innen in einem Videobeitrag für ihre Hilfe bei der Corona-Kontaktnachverfolgung mit einem Besuch im Aquazoo. Am 25.04. bedankte er sich erneut öffentlich bei der Bundeswehr für die Hilfe bei Corona-Tests. DIE LINKE sieht darin Bundeswehr-Werbung.

Julia Marmulla, Co-Sprecherin der LINKEN Ratsfraktion, sagt dazu:

„Es ist kein Grund zum Feiern, dass die Gesundheitsämter unterbesetzt sind und deshalb die Bundeswehr in die Stadt gerufen werden musste. CDU und SPD sparen seit Jahrzehnten das Gesundheitssystem kaputt. Die Bundeswehr bekommt vom Bund doppelt und dreifach so viel Geld. Sich dann bei der Bundeswehr für ihre Hilfe bei der Corona-Bekämpfung zu bedanken, ist ein Hohn für die Beschäftigten im Gesundheitsamt.“

Anja Vorspel, Co-Sprecherin der LINKEN Ratsfraktion, ergänzt:

„An der gezielten Anwerbung junger Menschen für die Bundeswehr sollte sich der OB nicht beteiligen. 3.200 Soldatinnen und Soldaten wurden seit 1955 getötet; teils durch Selbstmord. Nicht einmal die Bundesregierung weiß genau, wie viele Menschen die Bundeswehr in Auslandseinsätzen tötet. Warum bedankt sich der OB bei der Bundeswehr, statt bei den Beschäftigten des Gesundheitsamtes? Sie verdienen besser bezahlte Stellen, damit das Problem der Unterbesetzung gelöst werden kann!“