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Ratsfraktion

Die Stadt darf sich von Ed Sheeran-Konzertveranstalter nicht erpressen lassen

Vorwürfe an den OB

Es ist damit zu rechnen, dass das Ed Sheeren-Konzert am 27. Juni in den zuständigen städtischen Gremien abgelehnt wird. Um die Vertreterinnen und Vertreter der Ratsfraktion doch noch umzustimmen, hat der Veranstalter FKP Scorpio diverse Lobbyvertreter mobilisiert und droht unverhohlen mit wirtschaftlichen Konsequenzen.

Angelika Kraft-Dlangamandla, Fraktionssprecherin der LINKEN, warnt eindringlich vor den Folgen eines Einknickens vor dem Druck des Unternehmens FKP Scorpio:

"DIE LINKE fordert die Mitglieder aller Fraktionen auf, sich nicht vom OB und vom Veranstalter des Ed-Sheeran-Konzerts erpressen zu lassen. Über 100 gesunde Bäume für ein Konzert abzuholzen, ist Wahnsinn! Bäume fällen geht schnell, bis Bäume wachsen, vergehen Jahrzehnte. Wenn die Stadt in diesem Fall einknickt, setzt sie sich über die Wünsche von 85 Prozent der Bevölkerung hinweg und weckt damit die Begehrlichkeiten anderer mächtiger Wirtschaftslobbys. Das wäre fatal. DIE LINKE wird am 27. Juni im Sinne der Einwohnerinnen und Einwohner abstimmen und nicht nach dem Gewinninteresse eines Unternehmens."

Kraft-Dlangamandla richtet schwerste Vorwürfe an den Oberbürgermeister:

"Oberbürgermeister Geisel hat in dieser Affäre nicht im Interesse der Stadt gehandelt, sondern sich von einem Unternehmen einspannen lassen. Nur für sein Vorhaben zu werben, wäre legitim gewesen. Geisel hat aber ganz klar Grenzen überschritten, indem er Gutachten zurückhielt und an der Drohkulisse des Veranstalters mit strickte. Er hat sogar den Chef der städtischen Tochtergesellschaft D.LIVE nach vorne geschickt, der seine früheren Aussagen zur Rechtssituation zurücknehmen musste. Jetzt soll Düsseldorf angeblich von Schadensersatzforderungen bedroht sein. Damit hat sich Geisel als ein Oberbürgermeister entpuppt, der sich für Konzerninteressen im Zweifel auch gegen die eigene Bevölkerung stellt."