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Ausschuss für Gesundheit und Soziales

Energiesperren in Düsseldorf

Anfrage der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am 20.03.2019:
Strom-, Gas- und Wassersperren sind eine Bankrotterklärung des Sozialstaats. In einem reichen Land wie Deutschland müssen hunderttausende finanziell schlecht gestellte Menschen in dunklen und kalten Wohnungen ohne Wasser und Kochmöglichkeit sitzen, weil sie ihre Rechnungen nicht bezahlen können.

Im Monitoring-Bericht der Bundesnetzagentur wurden erstmals alle Stromsperren in Privathaushalten erhoben. Demnach stieg die Zahl dieser Sperrungen in Deutschland 2017 um 14.000 auf 344.000. Allein in Nordrhein-Westfalen finden über ein Viertel dieser Stromsperren statt. Auch in der Landeshauptstadt Düsseldorf befindet sich die Zahl der Stromsperrungen seit langem auf hohem Niveau.

Bei einer Sperrung entstehen in Düsseldorf für die Betroffenen eine Reihe zusätzlicher Kosten. Sie reichen von 55 Euro für die Sperrung von Strom und Gas bis zur Wiederherstellung der Stromversorgung, für die über 65 Euro anfallen. Für die Wiederherstellung einer Strom- oder Gasversorgung vor 8 Uhr oder nach 18 Uhr berechnen die Stadtwerke sogar 157 Euro.

DIE LINKE Ratsfraktion Düsseldorf fragt an:  

  1. Wie viele Sperrungen wurden im vergangenen Jahr angedroht (aufgeschlüsselt nach Strom, Gas, Wasser und Fernwärme)?
     
  2. Wie viele Ratenzahlungsvereinbarungen wurden im vergangenen Jahr getroffen und wie sehen diese konkret aus (aufgeschlüsselt nach Strom, Gas, Wasser und Fernwärme)?
     
  3. Wie viele Sperrungen wurden im vergangenen Jahr vorgenommen (aufgeschlüsselt nach Strom, Gas, Wasser und Fernwärme)?

Mit freundlichen Grüßen
 

Angelika Kraft-Dlangamandla             Cornelia Schlemper              Sophie Würdemann