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Pressemitteilung

Falsche Corona-Strategie der Stadt: Nicht das Rheinufer, das Büro muss sicherer werden 

Gemeinsame Presseerklärung Kreisverband und Ratsfraktion DIE LINKE Düsseldorf :

Am 12.04.2021 hat der Krisenstab der Landeshauptstadt Düsseldorf beschlossen, die „Testoption“ der Corona-Schutzverordnung NRW zu nutzen. Läden und zahlreiche Einrichtungen bleiben trotz dauerhafter Überschreitung eines Corona-Inzidenzwertes von 100 geöffnet.

Dazu erklärt Julia Marmulla, Sprecherin der LINKEN Ratsfraktion und Bundestagsdirektkandidatin der LINKEN im Düsseldorfer Süden: 

„Der Oberbürgermeister setzt auf das Prinzip Hoffnung, da seine Strategie gegen Corona gescheitert ist. Und nun wird nicht einmal die Notbremse richtig angezogen. Heißt, wir fahren sehenden Auges gegen die Wand! Das Spazierengehen an der frischen Luft erschweren, aber gleichzeitig den Unternehmen alle Freiheiten lassen - dafür steht die CDU im Bund, Land und auch in Düsseldorf. Auch die viel diskutierte Ausgangssperre ist nicht sinnvoll. Ausgangssperren treffen vor allem Wohnungslose und Menschen mit sehr kleinen Wohnungen. Experten sagen klar, dass in geschlossenen Räumen, ob in Büros, Betrieben, Logistikzentren oder Wohnungen die Ansteckungsgefahr am größten ist. Die Büros und Fabriken, die keinen Beitrag zum täglichen Bedarf leisten, gehören endlich bei vollem Lohnausgleich für einige Zeit geschlossen." 

Helmut Born, gesundheitspolitischer Sprecher der LINKEN Ratsfraktion und Bundestagsdirektkandidat im Düsseldorfer Norden, ergänzt: 

„Oberbürgermeister Keller sollte jetzt nicht Zeit schinden, sondern intensiv auf die Düsseldorfer Unternehmen einwirken. Dort, wo trotz Corona-Pandemie gearbeitet werden muss, müssen Beschäftigten mit Schnelltests, Homeoffice und Luftfiltern geschützt werden. Bei mehreren Infektionen in einem Betrieb muss dieser vorübergehend, bei Lohnfortzahlung für die Beschäftigten, geschlossen werden. Die Stadtverwaltung als Arbeitgeber muss mit gutem Beispiel vorangehen. Damit die Menschen auch zu Hause besser vorsorgen, müssen kostenlose Covid-Selbsttests durch die Stadt ausgegeben werden. Gerade Leistungsberechtigte können sich regelmäßige Selbsttests nicht leisten. Drei Schnelltests pro Woche müssen drin sein. Die Stadt muss alle Anstrengungen unternehmen und den Inzidenzwert nicht unter 100, sondern sogar unter 35 drücken.“