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Humanitäre Notlage: Geflüchtete von der griechisch-türkischen Grenze aufnehmen

In der Ratssitzung am heutigen 14. Mai stellt DIE LINKE Ratsfraktion einen Änderungsantrag zum Antrag der Ampel-Fraktionen „Aufnahme alleinreisender geflüchteter Kinder aus Flüchtlingslagern in Griechenland“: 5.000 unbegleitete Kinder und Jugendliche sollen von der Bundesrepublik aufgenommen werden sowie 5.000 weitere Geflüchtete. 1.000 Plätze soll die Stadt Düsseldorf anbieten.

Die Gründe des Antrags der LINKEN erklärt Angelika Kraft-Dlangamandla, Sprecherin der LINKEN Ratsfraktion Düsseldorf:

"In der Corona-Pandemie kümmern sich die EU-Staaten vor allem um sich selbst. Die humanitäre Notlage der Geflüchteten an der griechisch-türkischen Grenze ist dabei völlig aus dem Blick geraten. Die Bedingungen in den überfüllten Lagern sind katastrophal, aber die EU nimmt die Menschen nicht auf. Es gibt Übergriffe von Rassisten. Eine Gesundheitsversorgung ist praktisch nicht vorhanden. Das darf gerade während der Pandemie nicht so weitergehen."

Kraft-Dlangamandla fordert von der Stadt Düsseldorf Druck:

"Ein freundlicher Appell des Stadtrats an die Bundesregierung reicht nicht aus. DIE LINKE wird darum den Antrag der Ampel-Fraktionen in der heutigen Ratssitzung konkretisieren und erweitern: Die Bundesrepublik kann 5.000 unbegleitete Kinder und Jugendliche aufnehmen sowie 5.000 weitere Geflüchtete, die vielleicht im Lager volljährig geworden sind. Düsseldorf soll die Unterbringung eines Teils der Geflüchteten anbieten. Im Gegenzug fordern wir von der Bundesregierung, dass sie endlich handelt."