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Pressemitteilung

Instrument gegen Wohnungsspekulanten: DIE LINKE Ratsfraktion beantragt im Wohnungsausschuss "Leerstandskarte"

Der Wohnungsausschuss der Stadt wird am Montag, den 30.08.2020, über einen Antrag der LINKEN Ratsfraktion auf eine "Leerstandskarte" Düsseldorfs entscheiden. Der Antrag war vom Stadtrat am 2. Juni an den Wohnungsausschuss verwiesen worden. Mit Daten beispielsweise der Stadtwerke sollen leerstehende Wohnungen in Düsseldorf kartografisch dargestellt werden. DIE LINKE und Düsseldorfer Wohnungsinitiativen vermuten hinter den Leerständen vor allen Dingen Wohnungsspekulation.

Julia Marmulla, Sprecherin der LINKEN Ratsfraktion und Mitglied im Wohnungsausschuss, nennt die Lage auf dem Mietwohnungsmarkt als Anlass ihres Antrags:

"In unserer Stadt haben Menschen mit geringen Einkünften keine Chance auf eine eigene Wohnung. Die Mieten sind rekord-hoch. Eine Studie des Hans-Böckler-Instituts aus diesem Jahr zeigt, dass über die Hälfte aller Düsseldorferinnen und Düsseldorfer mehr als 30 % ihres Einkommens für die Miete ausgeben müssen. Gleichzeitig werden laut dem Bündnis für bezahlbaren Wohnraum 20.000 Wohnungen durch Leerstand dem Markt entzogen."

Für Marmulla ist das Wissen über leerstehende Wohnungen ein Instrument gegen Wohnungsspekulanten:

"Leerstehende Wohnungen gewinnen stetig an Wert. Das ist unsozial, lohnt sich aber  für Spekulanten. Die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer haben ein Recht darauf zu wissen, in welchen Stadtvierteln diese Spekulanten unserer Stadt schaden. Für den Wohnungsausschuss und den Stadtrat wäre dieses Standort-Wissen nötig, um Fehlentwicklungen zielgenau zu bekämpfen. Bürgerinitiativen benötigen dieses Wissen, um sich für eine Beendigung der Leerstände einsetzen zu können."