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Ratsfraktion

Keine Haushaltsmittel für die Stadtbahn U81

Haushaltsantrag der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Rates am 15. Dezember 2016: 

Alle vorgesehenen Haushaltsmittel für die Planungen und den Bau der Stadtbahn U81 werden gestrichen. 

Begründung:
DIE LINKE setzt sich für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) ein. Es geht uns dabei besonders um die Anbindung von Stadtteilen in Randgebieten an die städtische Infrastruktur. Statt für EinwohnerInnen den ÖPNV Ausbau zu betreiben, plant Düsseldorfer ein millionenschweres Prestigeprojekt nach dem nächsten, das in der Regel keinen Nutzen für den Großteil der Bevölkerung darstellt. So ist die neu geplante Verbindung der Stadtbahn-Linie U81  hauptsächlich für MessebesucherInnen und Anreisende von außerhalb interessant, die BewohnerInnen der Stadt profitieren von der Streckenführung kaum. 

Nach der Wehrhahnlinie steht nun also mit der Linie U81 ein neues Millionen-Projekt bevor. DIE LINKE lehnt den Bau der Linie U81 auch aus finanziellen Gründen ab. Die Gesamtkosten für die U81 können auf mehr als  eine Milliarde Euro ansteigen. So werden aktuell für den ersten Teilabschnitt zwischen Flughafen und  Freiligrathplatz 154 Millionen Euro und für den Bau des zweiten Teilabschnittes, die Verbindung des linksrheinischen Lörick und Heerdt mit der Messe/Arena, rund 200 Millionen Euro veranschlagt. Auch wenn die Stadt auf Landes- und Bundeszuschüsse hofft, wird der Anteil, den die Stadt - und damit die BewohnerInnen Düsseldorfs - tragen müssen, immens sein. Diese städtischen Gelder könnten in viel sinnvollere Verkehrsprojekte investiert werden, wie bspw. den Ausbau des Radverkehrs oder des ÖPNV-Netzes in städtischen Randgebieten. Auch höhere Taktungen in allen Stadtteilen und zusätzliche Bahnen auf viel befahrenen Strecken wären angebracht.                

Hinzu kommt, dass die vorgeschlagene Variante des 1. Bauabschnitts der U 81 gegen den massiven Protest des Lohausener-Bürger-Vereins und der AnwohnerInnen durchgesetzt werden soll. Damit entsteht in ca. 18 m Höhe vor den Fenstern der Lilienthalstraße eine Hochbrücke, die eine optische und vor allem hinsichtlich des Lärms absolut unzumutbare weitere Beeinträchtigung für die AnwohnerInnen darstellt. Diese haben schon jetzt durch den Flughafen, die A 44 und die U 79 eine stark eingeschränkte Lebensqualität. 

Auch ist es unklar, wie die Linie den Flughafen an- und abfahren soll und wie die Finanzierung für diesen Teil gestaltet wird. Auf der Strecke Flughafen-Messe ist die Auslastung der U81 in Nicht-Messezeiten, quasi nicht gegeben.  

Mit freundlichen Grüßen  

Angelika Kraft-Dlangamandla                                   Lutz Pfundner