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Ratsfraktion

Klimanotstand: Keine Baumfällungen für Open-Air-Gelände

Antrag der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Rates am 19. September 2019:

Der Rat beschließt, die Vorbereitungen und Umsetzungsmaßnahmen für die Umwandlung des Messeparkplatzes P1 in ein Open-Air-Veranstaltungsgelände einzustellen.

Begründung:
Am 11. Oktober 2018 beschloss der Stadtrat gegen die Stimmen der LINKEN eine Open-Air-Veranstaltungsfläche auf dem Messeparkplatz P1. Die Verwaltung wurde beauftragt, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Open Air Fläche zu schaffen und ein Bauleitplanverfahren einzuleiten. 

Am 4. Juli 2019 beschloss der Stadtrat auf Antrag des Jugendrats, für Düsseldorf den Klimanotstand zu erklären. Ziel ist ein klimaneutrales Düsseldorf bis zum Jahr 2035.

Nach Überzeugung der LINKEN widerspricht die Einrichtung eines riesigen Open-Air-Veranstaltungsgeländes auf dem Messeparkplatz diesem Ratsbeschluss: Ein baumarmes, neues Veranstaltungsgelände bedeutet, dass dort im Sommer eine sehr große Hitzeinsel entsteht. Außerdem schafft eine neue Veranstaltungsfläche in der Stadt neue Verkehrsströme und erhöhte Luftbelastung.                                   

Kompensationsmaßnahmen für die zweifelsfrei klimaschädlichen Auswirkungen eines Open-Air-Geländes sind nicht zu erkennen. Für die klimawichtigen, zu fällenden 60 Bäume sind keine neuen Standorte für Ausgleichspflanzungen im Innenstadtbereich zu erwarten; das zeigt eine Zwischenbilanz des Stadtbaumkonzepts (AÖE/008/2019):  „Bei insgesamt 522 detaillierten und in den Umlauf gegebenen Baumstandorten ergibt sich eine Ablehnung von rund 80 % der angefragten Standorte. Es ist aktuell nicht davon auszugehen, dass diese Quote in den zukünftigen Umlaufverfahren deutlich unterschritten wird. Die Standortsuche für Baumneupflanzungen ist in den extrem verdichteten Stadtteilen äußerst schwierig.“                                              

Angesichts des fragwürdigen Nutzens eines Open-Air-Geländes und seiner definitiv schädlichen Folgen für das Stadtklima muss eine Alternative gefunden werden. Diese Alternative ist die weitere Nutzung der „Arena“ für Veranstaltungen und Konzerte.  Die „Arena“ mit ihren 54.600 Plätzen wird zu wenig ausgelastet.

Aus diesem Grund beantragt DIE LINKE den Stopp der Planung und Umsetzung des Open-Air-Veranstaltungsge-ländes auf dem Messeparkplatz.

Mit freundlichen Grüßen
 

Angelika Kraft-Dlangamandla                         Lutz Pfundner