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Pressemitteilung

Kö-Bogen: Kostensteigerungen waren vorhersehbar

Zu den angeblich nicht vorhersehbaren Kostensteigerungen von 72 Millionen Euro beim Projekt Kö-Bogen erklärt der Vorsitzende der Ratsfraktion DIE LINKE, Frank Laubenburg:

Preissteigerungen von über 20% gibt die Verwaltung als Hauptgrund für die Kostensteigerungen beim 1. Bauabschnitt des Kö-Bogen-Projekts an. Diese Angabe ist vollkommen unseriös. Der aktuelle Baupreisindex des Statistischen Bundesamtes weist für den Zeitraum zwischen dem ersten Quartal 2007 und dem vierten Quartal 2009 gerade einmal eine Kostensteigerung von 5,7% auf. Dass die Preisentwicklung in Düsseldorf den Bundesdurchschnitt um das vierfache übersteigen soll, kann Planungsdezernent Dr. Bonin vielleicht bei den Düsseldorfer Märchenwochen verkünden, nicht aber in Beschlussvorlagen für den Rat.

Es ist vielmehr offensichtlich, dass die Kosten des Projekts von Anfang an herunter gerechnet wurden, um das stadtplanerisch und verkehrspolitisch wahnwitzige Kö-Bogen-Projekt besser gegen den Widerstand aus der Bevölkerung durchsetzen zu können. Die Kostenfrage sollte insbesondere im Kommunalwahlkampf 2009 keine Rolle spielen.

Dass diese Spielchen weitergehen, zeigt sich auch daran, dass die Verwaltung zu den von ihr selbst eingeräumten Mehrkosten von 55 Millionen Euro weitere Mehrkosten von 17 Millionen einfach in die Kostenberechnung für den zweiten Bauabschnitt verschiebt – als ob das niemand merken würde.

Zur morgigen Ratssitzung fragt die Fraktion DIE LINKE aus aktuellem Anlass nicht nur nach der gravierenden allgemeinen Kostensteigerung von 20% sondern auch, welche weiteren Kosten noch nicht eingerechnet sind. Dass im Grundsatzbeschluss von 2007 die Kosten für Projektsteuerung, Umwelt- und Denkmalschutz sowie notwendige Provisorien nicht veranschlagt wurden und nun zusätzlich zu den Preissteigerungen von 20% zu Buche schlagen, lässt auch für die weitere Kostenentwicklung schlimmes ahnen.