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RH Blanchard

Kunstrasenplätze in Düsseldorf

Anfrage des RH Blanchard zur Sitzung des Rates am 04.07.2019:

Der Städte- und Gemeindebund NRW berichtet, dass von Seiten der EU mit einem Verbot verschiedener Kunstrasengranulate zu rechnen ist. Nach unseren Informationen ist es möglich, das Granulat durch andere Sorten zu ersetzen, z. B. Korkgranulat. Das könnte eine zeitweise Schließung der Sportplätze erforderlich machen. Dabei entstünden der Kommune jedoch erhebliche Kosten. Es ist unter Umständen mit massiven Preissteigerungen und/oder auch mit Lieferengpässen für das alternative Granulat zu rechnen.

Aus diesen Gründen frage ich an:

  1. Bei wie vielen Kunstrasenplätzen in Düsseldorf ist mit einem Austausch der Granulate auf Grund eines EU-Verbotes zu rechnen?
     
  2. Mit welchen Kosten ist im Falle eines EU-Verbotes zu rechnen?
     
  3. Welche präventiven Maßnahmen sind kurzfristig angedacht bzw. zu ergreifen?

Mit freundlichen Grüßen
 

Georg Blanchard

 

Antwort der Verwaltung am 04.07.2019 (Stadtdirektor Hintzsche)

zu Frage 1: Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat eine Empfehlung für die Handhabung von Kunststoffgranulaten als Füllmaterial für Kunstrasenspielfelder durch die zuständige EU-Kommission abgegeben. Demnach soll die Verwendung dieses Materials künftig verboten werden. Wie die Entscheidung der Kommission zu diesem sogenannten Beschränkungsvorschlag aussehen wird, steht noch nicht fest. Unklar ist insbesondere, ob lediglich das Ausbringen neuen Materials ab 2021 unterbunden wird oder ob auch bereits ausgebrachtes Material entsorgt werden muss und ob es Übergangsfristen geben wird.

In Düsseldorf sind ca. 50 Kunstrasenplätze mit Granulat verfüllt.

zu Frage 2: Die Kosten eines Verbotes können aufgrund der noch unzureichenden Kenntnislage zur Entscheidung auf EU-Ebene derzeit nicht seriös beziffert werden.

zu Frage 3: Zukünftig werden bei Neubau- und Sanierungsmaßnahmen keine Kunststoffgranulate als Füllstoffe für Kunstrasensysteme mehr verwendet. Darüber hinaus werden zwei anstehende Kunstrasenbaumaßnahmen versuchsweise mit alternativen Korkverfüllungen hergestellt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen in künftige Maßnahmenplanungen ein.