Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Ratsfraktion

Missstände im Düsseldorfer Ausländeramt

Offener Brief von Flüchtlingen an Miriam Koch

Die Initiative "Afghanischer Aufschrei" bittet in einem offenen Brief die frühere Flüchtlingsbeauftragte und jetzige Leitern des Amtes für Migration und Integration, Miriam Koch (Die Grünen), Missstände in ihrer Behörde zu beheben. Anlass ist die Verhaftung und Abschiebung des 33-jährigen  Flüchtlingsaktivisten Hamid R. am 17. Dezember. Er war in den Räumen des Ausländeramtes überraschend am Montag verhaftet und vermutlich in den Iran abgeschoben worden. Dort drohen dem politischen Aktivisten und Christen Inhaftierung und Hinrichtung.

Der offene Brief an die Amtsleiterin wurde auf einer Kundgebung vor dem Ausländeramt am Donnerstag, 20.12.2018, verlesen.

Die Sprecherin der Ratsfraktion DIE LINKE Düsseldorf, Angelika Kraft-Dlangamandla, erklärt zu den Ereignissen:

"Es gibt mehrere glaubhafte Berichte, dass beim Düsseldorfer Ausländeramt der Umgang mit Geflüchteten nicht in Ordnung ist. Statt eine Bleibeperspektive zu eröffnen, wird auch gut integrierten Geflüchteten mit Abschiebung gedroht. Jetzt hat das Ausländeramt mit Hamid einen langjährigen Flüchtlingsaktivisten abgeschoben. So schüren Mitarbeiter des Ausländeramts unter den Geflüchteten die Angst, dass ihr Kampf um ein Bleiberecht die Abschiebung zur Folge hat. Miriam Koch muss sich darum dringend um einen Mentalitätswechsel in ihrer Behörde kümmern. Und Hamid  muss umgehend nach Düsseldorf zurückkehren."