Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Personal- und Organisationsausschuss

Personalsituation in den Bürgerbüros

Anfrage der Fraktion DIE LINKE.Düseldorf zur Sitzung des Personal- und Organisationsausschusses am 29.August 2019:
Das Dienstleistungsangebot der städtischen Ämter für die Bürgerinnen und Bürger in Düsseldorf wird zunehmend schlechter. Einen Termin für An- oder Ummeldungen, Passangelegenheiten etc. online bei einem der Bürgerbüros zu erhalten, war in den letzten Wochen meist nicht möglich. Auch das frühmorgendliche Aufsuchen bedeutet nicht, einen Termin zu erhalten. Ebenso sieht die Situation beim Straßenverkehrsamt aus, wie auch immer wieder in den Medien berichtet wird. Es wird verlangt, den ganzen Tag über online nachzuschauen, ob und wann ein Termin frei ist. BürgerInnenfreundlichkeit sieht anders aus. 

Der bedeutendste Grund der fatalen Situation ist das bewusste Nichtbesetzen von Stellen. Laut der Stadtverwaltung  waren im 1. Quartal 2019 von umgerechnet 10.566,96 Vollzeitstellen als Plansoll faktisch nur 8.3111,31 besetzt. Mehr als jede fünfte Stelle ist damit nicht besetzt. Enthalten sind in diesen Zahlen neben den 1.090 freien Stellen (davon 192, die länger als 24 Monate unbesetzt sind) u.a. auch die steigende Krankenquote, die sich mittlerweile der 10 % der  städtischen Angestellten annähert.

Nicht nur die Qualität des Services für die BürgerInnen leidet zunehmend, sondern auch die Situation der städtischen MitarbeiterInnen. Die Folgen der Unterbesetzung: die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nimmt ab, die Personalentwicklung findet auf diesem Weg nicht statt, die Überbelastung für die Beschäftigten durch langfristig anhaltenden Arbeitsdruck steigt enorm und führt dazu, dass noch mehr Mitarbeitende krankheitsbedingt oder durch Überstundenausgleiche fehlen.  

Vor diesem Hintergrund stellt die Ratsfraktion DIE LINKE folgende Fragen:

  1. Wie sieht die personelle Entwicklung der Bürgerbüros seit 2016 aus? Bitte aufgeschlüsselt nach den einzelnen Bürgerbüros sowie den nicht besetzten Stellen und der Krankheitsquote der einzelnen Bürgerbüros.
     
  2. Wie viele BürgerInnen suchen die Bürgerbüros seit 2016 auf? Bitte aufgeschlüsselt nach Jahr und den einzelnen Bürgerbüros.
     
  3. Wie gedenkt die Verwaltung die personelle Situation in den Bürgerbüros zu verbessern. Was sind die konkreten Maßnahmen?

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Born                    Manfred Wollnitz                                    Julia Marmulla