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Ratsfraktion

Planung des Düsseldorfer Teilstücks des Radschnellweges Rhein von Bonn nach Duisburg über Köln und Düsseldorf

Haushaltsantrag der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Rates am 19.12.2019:

Die Verwaltung wird beauftragt, das Düsseldorfer Teilstück für den Radschnellweg Rhein von Bonn nach Duisburg  zu planen. Dafür wird ab dem Haushalt 2020 eine neue Kostenstelle eingerichtet. Notwendig für die Planung ist die Einstellung von PlanerInnen, um die notwendigen Fördermittel abrufen zu können.

Begründung:
Der Bund hat in den Haushalt ab 2020 neue Mittel für innovative Radverkehrsprojekte eingestellt. Es handelt sich um 900 Millionen Euro. Diese können für innovative Infrastrukturprojekte von den Kommunen abgerufen werden.

Um das wachsende Verkehrsaufkommen in Düsseldorf zu bewältigen, muss der Anteil des Radverkehrs mindestens auf einen Anteil von 25 Prozent  erhöht werden. Ein Gegenstück zum gut ausgebauten Netz der Landstraßen und Bundesstraßen gibt es jedoch für den Radverkehr nicht. Auch innerstädtisch fehlt eine gute Radinfrastruktur, mit der längere Strecken schnell und sicher überwunden werden können. Diese wäre für Pendlerinnen und Pendler ein Anreiz zum Umstieg auf das Rad.

Das Düsseldorfer Teilstück des Radschnellweg Rhein soll Pendlerinnen und Pendlern den Umstieg aufs Fahrrad ermöglichen. Wege zur Arbeit mit 10 Kilometer Länge wären problemlos mit dem Fahrrad zu erreichen. Längere Strecken könnten mit Pedelecs gefahren werden. Damit würde auch für PendlerInnen aus Nachbarstädten das Fahrrad attraktiver.

An Stellen, an denen keine Verbindung nach Radschnellweg-Standard ausgebaut werden kann, können sogenannte Pendlerrouten die Lücken schließen. Dies sind gut ausgebaute, asphaltierte Strecken, die eine sichere Radinfrastruktur bieten.

Gleichzeitig mit der Planung des Düsseldorfer Teilstücks muss mit den benachbarten Kommunen Kontakt aufgenommen werden, um einen optimalen Streckenverlauf zu erreichen.  Die Stadt Düsseldorf muss hier aber schon eigenständig handeln, da die anderen Radschnellwegprojekte leider aktuell nicht weiterverfolgt werden. Nach Übergabe der Planungshoheit an Straßen NRW sind alle fünf Projekte in den Schubladen verschwunden. Wir müssen uns ein Beispiel an der Stadt Monheim nehmen, die ihren Teil des Radschnellweges bereits selber bauen.                                                                                                                      

Eine frühzeitige Bewerbung setzt einen planerischen Vorlauf voraus. Daher sollten die notwendigen Mittel bereits in den Haushalt 2020 eingestellt werden.                                                                                                                      

Mit freundlichen Grüßen
 

Angelika Kraft-Dlangamandla                    Lutz Pfundner