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Umweltausschuss

Schutz von Nistplätzen

Anfrage der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Umweltausschusses am 2. Mai 2019:

Drei Viertel der Brutvögel (Offenlandarten) in Deutschland stehen auf der „Roten Liste“ der gefährdeten Arten des Naturschutzbunds Deutschland e.V. (NABU). Einschließlich der Vorwarnlisten müssen laut NABU 87% des Brutvogel-Bestandes als gefährdet eingestuft werden. Einst verbreitete Schwalben- und Lerchenarten, aber auch Goldammern, Stare und über hundert andere Arten werden immer seltener gesichtet. 

Nicht nur durch die industrialisierte Landwirtschaft sind ihre Lebensräume bedroht. Auch Gebäudebrüter finden immer weniger Nistmöglichkeiten. Hier zeigt sich in vielen Städten und Gemeinden eine Vernachlässigung des Vogelschutzes in der Bauplanung: Bäume, Sträucher und für Nistplätze geeignete Gemäuer entfallen bei Bauvorhaben zu oft ersatzlos. Die Erhaltung des  Bestandes und der Artenvielfalt von Vögeln muss gerade bei der  vermehrten Bautätigkeit in Düsseldorf besondere Aufmerksamkeit erfahren.                                     

DIE LINKE Ratsfraktion Düsseldorf fragt an:

  1. Wie sichert die Verwaltung die Erhaltung oder Schaffung von Nistplätzen bei der Genehmigung von Bauvorhaben?
     
  2. Wie viele Nistplätze wurden in den letzten drei Jahren im Rahmen von Bauprojekten zerstört, erhalten oder neu geschaffen?      
                                                                                                      
  3. Sind Nistplätze Teil von Bebauungsplänen und wenn nein, warum nicht?                                                                                

Mit freundlichen Grüßen
 

Natalie Meisen                 Odd Krause                                        Rita Kiwitt