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Ausschuss für Gesundheit und Soziales

Städtische Angebote im Bereich sexuell übertragbarer Infektionen

Anfrage der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am 28. August 2019:

Das Düsseldorfer Gesundheitsamt beschreibt auf seiner Internetseite die Aufgaben des Bereichs „Sexuelle Gesundheit“ wie folgt:

  • Beratungs- und Untersuchungsstelle für sexuell übertragbare Infektionen (STI)
  • HIV-Prävention, HIV-Beratung und -Test, Hilfen für Betroffene
  • Gesundheitliche Beratung nach § 10 Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG)

Bei den Tests auf sexuell übertragbare Infektionen wird lediglich der HIV-Test aufgeführt. Erkrankungen wie Syphilis und Tripper (Gonorrhö), Chlamydien und Trichomonaden werden nicht erwähnt. Seit Jahren steigt in Deutschland die Zahl dieser Infektionen. Experten fordern breit angelegte Aufklärungsprogramme, Kampagnen zur sexuellen Gesundheit und einen erleichterten Zugang zu den Tests.

Gesundheitsämter anderer Städte erweiterten daher ihr Angebot. Der Rat der Stadt Mönchengladbach beschloss einstimmig, dass das dortige Gesundheitsamt sein kostenloses Beratungs- und Testangebot ausbauen soll. Das dazu notwendige Geld wurde überplanmäßig zur Verfügung gestellt. Die zusätzlichen Mittel werden dazu genutzt, das Testspektrum für die Beratungssuchenden zu erweitern. 

In einer Pressemitteilung der Stadt Mönchengladbach von März 2019 heißt es dazu: „Dies sei wichtig, weil die Dunkelziffer sehr hoch ist. Vor allem, weil die Infektionen zunächst symptomlos verlaufen. Dies hat oft fatale Folgen: Denn die ahnungslosen Betroffenen übertragen die Krankheit weiter und werden nicht behandelt, was zu zahlreichen Komplikationen bis hin zur Unfruchtbarkeit führen kann.“

DIE LINKE Ratsfraktion Düsseldorf fragt an:

  1. Welche Beratungen und kostenlose Tests auf welche sexuell übertragbaren Infektionen werden beim Gesundheitsamt Düsseldorf angeboten?
     
  2. Hält die Verwaltung einen Ausbau der Testangebote auf weitere sexuell übertragbare Infektionen für sinnvoll und falls nein, warum nicht?
     
  3. Wie wird das Angebot der Beratungs- und Untersuchungsstelle für sexuell übertragbare Infektionen des Gesundheitsamtes Düsseldorf derzeit beworben?

Mit freundlichen Grüßen

 

Angelika Kraft-Dlangamandla          Cornelia Schlemper           Sophie Würdemann