Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Ausschuss für Gesundheit und Soziales

Städtische Unterstützung für Housing First

Anfrage der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am 20.03.2019:
Im vergangenen Jahr stellte die Obdachloseninitiative fiftyfifty dem AGS ihr Projekt „Housing First“ vor. Seit 2014 verfolgt fiftyfifty diesen Ansatz in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Die Initiative kauft Wohnungen in der Stadt und vermietet diese an Obdachlose als ersten Schritt in ein selbstbestimmtes Leben. 

Besonderes Merkmal von „Housing First“ ist die dezentrale und somit integrierende Unterbringung von zuvor wohnungslosen Menschen. Somit erhalten diese eine Wohnung in normalen Wohnhäusern, denen kein Stigma anhängt wie etwa zentralen Gemeinschaftsunterkünften für Wohnungslose. Der Ansatz verzichtet im Gegensatz zur klassischen Obdachlosenhilfe auf einen mehrstufigen Weg hin zur Rückkehr in eigenen Wohnraum. 

Bislang hat „Housing First“ über 50 ehemaligen Wohnungslosen langfristig aus der Obdachlosigkeit geholfen. Doch für die Versorgung der großen Zahl an Wohnungslosen in Düsseldorf reichen die finanziellen Ressourcen der Initiative nicht aus. Der Geschäftsführer von fiftyfifty Hubert Ostendorf äußerte Mitte Februar in der RP den Wunsch, dass die Stadt dem Projekt bald Wohnungen zur Verfügung stellen würde. Eine Förderung durch die Stadt würde eine großflächige Umsetzung von „Housing First“ ermöglich.

Aktuellen Presseberichten ist hingegen zu entnehmen, dass die Stadt den gegenteiligen Weg zu „Housing First“ geht und nach zentralen Unterbringungsstellen für Wohnungslose sucht.

DIE LINKE Ratsfraktion Düsseldorf fragt an:

  1. Wie bewertet die Stadt die Erfolgsaussichten des Projekts „Housing First“ in Bezug auf Beendigung der Obdachlosigkeit im Vergleich zu klassischen Angeboten der Obdachlosenhilfe?
     
  2. Mit welchen Maßnahmen unterstützt die Stadt das Projekt „Housing First“ oder sieht dies vor?
     
  3. Stellt die Stadt, bzw. ihre Tochter SWD dem Projekt einzelne Wohnungen zur Verfügung und ist es geplant, bei zukünftigen Bauvorhaben Wohnungen für „Housing First“ zur Verfügung zu stellen?

Mit freundlichen Grüßen
 

Angelika Kraft-Dlangamandla             Cornelia Schlemper             Sophie Würdemann