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Ratsfraktion

Tempo 30 in der Düsseldorfer Innenstadt

Haushaltsantrag der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Rates am 19.12.2019:

In den Haushalt werden die erforderlichen Mittel eingestellt, um die notwendigen Beschilderungen und Straßenmarkierungen zur Einführung einer generellen Tempo-30-Zone innerhalb des Lastringes der Stadt durchzuführen.                                                                             

Begründung:
Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 ist eine wirksame, vergleichsweise preiswerte und kurzfristig zu realisierende Maßnahme, um die Luft- und Lärmbelastung durch den Autoverkehr in Innenstädten zu senken. Dies hat bereits 2011 der Wissenschaftliche Beirat des Bundesverkehrs­ministeriums festgestellt und darum Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts vorgeschlagen.

Durch Tempo 30 verringert sich die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit kaum, da der Verkehrsfluss gleichmäßiger wird und Staus vermieden werden. Staus werden auch dadurch reduziert, dass in Tempo-30-Zonen etwa 40 Prozent weniger und zugleich weniger schwere Unfälle vorkommen als in vergleichbaren Tempo-50-Bereichen. Die geringere Unfallgefahr, auch für RadfahrerInnen und FußgängerInnen, macht einen Umstieg auf Rad und E-Bike attraktiver. 

Bei einer Tempo 30-Zone verringern sich laut Zahlen des Umweltbundesamtes die Schadstoff­emissionen deutlich, weil PKW weniger häufig abbremsen und beschleunigen müssen und so weniger Kraftstoff verbrauchen. Verkehrslärmemissionen verringern sich um 2 bis 3 dB(A).

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 sollte daher sinnvoll für das im Antrag bezeichnete Gebiet eingeführt werden. Eine Heraufsetzung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 50 für einzelne Hauptverkehrsstraßen müsste als –  beschilderungspflichtige – Ausnahme im Einzelfall besonders begründet werden.    

Mit freundlichen Grüßen
 

Lutz Pfundner                                                  Angelika Kraft-Dlangamandla