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U 81 stoppen – Corona-Auswirkungen erfordern ein Umdenken

Zur Sitzung des Stadtrates am 14.Mai stellt DIE LINKE Ratsfraktion den Antrag, Planung und Bau der Verkehrsverbindung U 81 einzustellen. Zuvor wurde bekannt, dass die Kosten für den ersten Bauabschnitt vom Freiligrathplatz zum Flughafen-Terminal um 15% auf 256 Millionen Euro steigen.

Hierzu erklärt Anja Vorspel, verkehrspolitische Sprecherin der LINKEN Ratsfraktion:

“Die U 81 wurde mit Blick auf Messebesucher geplant, die mit dem Flieger in Düsseldorf ankommen. Das ist spätestens durch Corona, aber auch aus Klimaschutzgründen kein zukunftsweisendes Szenario. Dem wird DIE LINKE nicht zustimmen, sondern den Stopp des Projektes beantragen.

Die U 81 sei verkehrstechnisch sinnlos und angesichts der Haushaltsentwicklung zu teuer, so Vorspel:

“Die U 81 bringt keine Verbesserung für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Berufsverkehr. Außerdem hat der Flughafen bereits angekündigt, dass der Flugverkehr deutlich sinken wird. Für die Anfahrt zum Flughafen mit dem ÖPNV ist die S-11 bestens geeignet und völlig ausreichend. Im Stadtrat soll am Donnerstag genehmigt werden, dass 256 Millionen Euro öffentlicher Gelder für den ersten Bauabschnitt der U 81 ausgegeben werden; davon 32,6 Millionen aus dem Haushalt der Stadt. Die ersten Kostenschätzungen lagen noch bei 95 Millionen Euro. Wie hoch die Ausgaben auch für die Stadt letztendlich sein werden ist nicht abzusehen. Gleichzeitig brechen in Folge der Corona-Krise die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt ein. Deshalb muss die Stadt ihr Geld jetzt in Rettungsmaßnahmen in vielen Bereichen, in die Menschen, investieren statt in abenteuerliche Prestigeprojekte.”