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Ratsfraktion

Umbenennung der Esprit-Arena

Antrag der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Rates am 11.10.2018:

 

Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf fordert Geschäftsführung und Aufsichtsrat der D-LIVE GmbH auf, in Verhandlungen mit der Gauselmann-Gruppe einzutreten, um eine einvernehmliche Auflösung des Sponsorenvertrages bezüglich der Fußball-Arena, ehemals Rheinstadion dann Esprit-Arena, herbeizuführen.

Begründung:
Die Umbenennung der Esprit-Arena in „Merkur Spielarena“ schadet ganz erheblich dem Ansehen der Stadt Düsseldorf. Das Hauptgeschäftsmodell der Unternehmensgruppe Gauselmann ist der Betrieb von Spielhallen, die mehrheitlich mit Geldspielautomaten ausgerüstet sind. Geldspielautomaten sind das Hauptsuchtmittel für Spielsüchtige.

Circa 280.000 Menschen in Deutschland leiden unter Spielsucht. Darüber hinaus gibt es eine nicht feststellbare Dunkelziffer, da es zum Krankheitsbild gehört, möglichst lange die Erkrankung zu verschweigen. Spielsucht ist inzwischen eine anerkannte Krankheit. Es gibt mehrere psychosomatische Kliniken, die sich überwiegend mit der Therapie dieser Erkrankung befassen.

Spielsucht ist bei ca. 5 % aller  Suizidfälle als Ursache bekannt.  Spielsucht führt oft sehr schnell zur Zerstörung der wirtschaftlichen Existenz der Betroffenen und ihrer Familien. Der Verlust des Arbeitsplatzes und der Wohnung ist nicht selten der Fall. Im Suizid sehen viele Spielsüchtige den einzigen Ausweg.

Ohne die Krankheit Spielsucht gäbe es keinen wirtschaftlichen Erfolg der Spielhallenbetreiber. Darüber ist sich auch Gauselmann im Klaren, denn er hat eine Stiftung für Kinder von Spielsüchtigen gegründet.

Auch die gesponserten 3,75 Millionen Euro jährlich an die städtische Tochter D-LIVE GmbH gründen auf dem Geschäft mit der Spielsucht. Dies so deutlich am Stadion zu zeigen, in dem der sportliche Wettkampf, insbesondere die Spiele der Fortuna, im Vordergrund steht, schadet dem Ansehen der Stadt Düsseldorf. Es verdeutlicht, dass die finanzielle Einnahme wichtiger ist als alle moralischen und ethischen Werte. Dies muss D-LIVE korrigieren. Die Stadt Düsseldorf sollte unbedingt über ihre Tochter D-LIVE eine einvernehmliche Auflösung des Vertrags mit der Gauselmann-Gruppe anstreben. 

Mit freundlichen Grüßen
 

Angelika Kraft-Dlangamandla                    Lutz Pfundner