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Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierung

Wohngeld in Düsseldorf

Anfrage der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Ausschusses für Wohnungswesen und Modernisierung am 08.01.2018:

Immer mehr Menschen sind trotz Erwerbsarbeit nicht in der Lage, ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Das Wohngeld soll verhindern, dass Menschen allein wegen zu hoher Wohnungskosten auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen sind oder aufgrund steigender Mieten ihr soziales Umfeld verlassen müssen.

Mit der Wohngeldreform zum Januar 2016 wurde das Wohngeld angepasst. Im Zentrum der Reform stand die Anpassung des Wohngeldes an die Mieten und Einkommensentwicklung. Neben dem Anstieg der Kaltmieten wird dabei auch die Entwicklung der warmen Nebenkosten – also von Heizung und Warmwasser – berücksichtigt. Zudem wurde der Betrag, bis zu dem die Miete durch das Wohngeld bezuschusst wird, regional gestaffelt angehoben. Insgesamt ist das Wohngeld damit gestiegen.

Durch die Reform bekommen deutschlandweit erheblich mehr Haushalte einen Wohngeldzuschuss zur Miete. Rund 631.000 Haushalte (1,5 Prozent) haben Ende 2016 Wohngeld bezogen. Ein Jahr zuvor waren es nur 460.000 Haushalte (1,1 Prozent). Auch in Düsseldorf ist von einem deutlichen Anstieg der Anträge auf Wohngeld auszugehen.

DIE LINKE Ratsfraktion Düsseldorf fragt an:

1. Wie viele Wohngeldanträge wurden in den vergangenen drei Jahren in Düsseldorf gestellt und wie viele wurden bewilligt (aufgeschlüsselt nach Jahren und Mietzuschuss bzw. Lastenzuschuss bei selbst genutztem Wohnraum)?
 

2. Wie hoch war das bewilligte durchschnittliche Wohngeld pro Haushalt in den vergangenen drei Jahren in Düsseldorf (aufgeschlüsselt nach Jahren und Mietzuschuss bzw. Lastenzuschuss bei selbst genutztem Wohnraum)?
 

3. Welche Anstrengungen werden unternommen, um über mögliche Wohngeldansprüche und damit zusammenhängende Ansprüche wie Bildungs- und Teilhabepaket, Sozialticket usw. zu informieren?

Mit freundlichen Grüßen

Lutz Pfundner            Mbulelo Dlangamandla                   Peter Kirchner

 

Antwort der Verwaltung am 08.01.2018 (Beigeordneter Zaum)

zu Frage 1: Die Wohngeldnovelle zum Beginn des Jahres 2016 sah eine Übergangsregelung für laufende Wohngeldbewilligungen vor. Auch ohne Antrag wurde ein neuer Bescheid mit den neuen höheren Wohngeldzahlungen für die Restlaufzeit des alten Bescheides bewilligt. Im Jahr 2016 wurden also mehr Wohngeldbewilligungen erteilt als Anträge gestellt.

Die Zahlen für den Drei-Jahres-Zeitraum stellen sich wie folgt dar:

Wohngeld 2015   2016   2017
Anträge 9.702 12.304 11.772
Bewilligungen 8.825 12.678 11.181
davon Mietzuschuss 8.644 12.435 10.954
davon Lastenzuschuss    181      243      227

 

zu Frage 2: Die durchschnittliche monatliche Wohngeldzahlung je Bewilligung hat sich wie folgt entwickelt:

Wohngeldbetrag 2015 2016 2017
je Mietzuschuss 169 233 226
je Lastenzuschuss 161 256 244

 

zu Frage 3: Neben den obligatorischen Informationen auf den Internetseiten des Bundes, des Landes NRW und der Stadt Düsseldorf stellt die Wohngeldstelle Interessierten drei verschiedene Flyer (Wohngeld allgemein, Wohngeld für Seniorinnen und Senioren sowie Wohngeld für Studierende) zur Verfügung. In rund 10 Infoveranstaltungen pro Jahr werden Multiplikatoren (z.B. Sozialverbände, Wohnungsgesellschaften, Berufsgruppen) und Interessenten über die Themen informiert.

Die persönliche Beratung bei der Beantragung von Wohngeldleistungen wird ergänzt durch das Beratungsangebot in den Mieterbüros.

Bildung und Teilhabe

Das städtische Antragsformular bietet die Möglichkeit, den sogenannten Globalantrag auf Bildungs- und Teilhabe-Leistungen zu stellen. Wird nicht das städtische Antragsformular genutzt, so etwa beim Onlineantrag, wird den Haushalten mit Kindern ein vorausgefüllter Globalantrag zugesandt (rund 500 pro Jahr). Zusätzlich wird jeder Wohngeldbescheid an Haushalte mit Kindern mit einer schriftlichen Information zu den Bildungs- und Teilhabe-Leistungen ergänzt.

Sozialticket

Neben der persönlichen Beratung bei Antragstellung wird mittels der Informationsbroschüre der Rheinbahn informiert.