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Wohnortnahen Schulbesuch ermöglichen

Anfrage der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Rates am 8. Oktober 2020:                           
Die derzeitige Vergabepraxis von Schulplätzen führt dazu, dass insbesondere im Osten Düsseldorfs eine ortsnahe Beschulung für viele Kinder nicht mehr möglich ist. Die Schulen werden sehr unterschiedlich nachgefragt und vergeben ihre Plätze deshalb teils im Losverfahren. Das Losverfahren führt den „Wettbewerb“ der Schulen untereinander und die "freie Wahl" der Schule ad absurdum. Darüber hinaus fehlt für die Eltern die Möglichkeit, einen Zweitwunsch für eine Schule anzugeben.

In der Folge erhalten Familien, die im Losverfahren erfolglos sind, für ihr Kind einen Schulplatz, der ihre Wünsche nicht berücksichtigt. Die Ausweichmöglichkeit auf umliegende Schulen ist aber, anders als im Innenstadtbereich, deutlich eingeschränkt. Hinzu kommt, dass die Schulplatz-Situation vor allem in östlichen Stadtgebieten schulformübergreifend angespannt ist.

Im Ergebnis können beispielsweise im Stadtbezirk 7, in Gerresheim, nicht alle Kinder ortsnah beschult werden, obwohl eigentlich genügend ortsnahe Schulen für die im Stadtteil lebenden Kinder vorhanden sind. Die derzeitige Praxis der Schulplatzvergabe erzeugt auch zusätzliches Verkehrsaufkommen.

Viele Eltern haben mit Sorge die Situation dieses Jahr beobachtet und befürchten, dass ihre Kinder in der Vergaberunde 2021 keinen Schulplatz in Wohnortnähe erhalten. Nach Auffassung der LINKEN verdient dieses für Familien so wichtige Thema von der Stadt mehr Aufmerksamkeit. Die Kommune kann durch die Schaffung von Schuleinzugsbereichen nach § 84 SchulG das Problem entschärfen.

DIE LINKE Ratsfraktion Düsseldorf fragt an:

  1. Aus welchen Gründen nutzt die Stadt trotz der genannten Probleme nicht die Möglichkeit zur Einrichtung von Schuleinzugsbereichen nach § 84 SchulG sowie eines Zweitwunsches im Auswahlverfahren?
     
  2. Welche Maßnahmen werden ergriffen, um bei der Platzvergabe für das nächste Schuljahr eine erneute „Absagelawine“ zu vermeiden?
     
  3. In welcher Form berücksichtigt die Stadt in der aktuellen (mittelfristigen) Planung zum Ausbau der Schulkapazitäten die Neubebauung wie z.B. Glasmacherviertel oder Bergische Kaserne?

Mit freundlichen Grüßen
 

Angelika Kraft-Dlangamandla