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Ratsfraktion

Zu große Schulklassen für Inklusion

- Sparpolitik trifft Förderkinder

Beim gemeinsamen Lernen von Kindern mit und ohne Förderbedarf sieht das Inklusionskonzept des Kultusministeriums NRW vor, dass Klassen, die 3 Förderkinder aufnehmen, auf eine Klassenstärke von 25 Kindern zu begrenzen sind. Dies wird an den Düsseldorfer Schulen nicht umgesetzt. Während beispielsweise an der Hulda-Pankok-Gesamtschule 2019/20 noch 27 Kinder in die neuen fünfte Klassen mit je drei Förderbedarfen aufgenommen wurden,  wurden nun zum neuen Schuljahres die neuen 5ten Klassen sogar wieder vergrößert – auf 28-29 Schüler*innen pro Klasse. Mit dieser Steigerung von eigentlich 25 auf nun 29 Schüler*innen – und durch erwartbaren weiteren Zugang perspektivisch sogar noch mehr - ist ein kindergerechter Unterricht nicht mehr möglich.

Dazu erklärt der bildungspolitische Sprecher der LINKEN Ratsfraktion Düsseldorf, Nicki Blanchard:

„Dies ist ein bildungspolitischer und sozialpolitischer Skandal. Die demographische Entwicklung der Schüler*innen war der der Stadt als Schulträger lange bekannt. Es trifft die Schwächsten: die Kinder mit Förderbedarf. Die Begrenzung auf 25 Schüler*innen ist unbedingt erforderlich, um die räumlichen und personellen Voraussetzungen für den gemeinsamen Unterricht halbwegs zu erreichen, zumal es sich teils um zieldifferenziert zu unterrichtende Kinder mit geistiger Beeinträchtigung handelt. Diese Sparpolitik trifft vor allem die ohnehin überlasteten Gesamtschulen, während sich die Gymnasien in der Regel kaum an der inklusive Arbeit beteiligen.“