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Ratsfraktion

Open-Air-Gelände: Rat und Öffentlichkeit beteiligen

Antrag der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Rates am 03. Mai 2018:


Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf fordert die Verwaltung auf, zur Einrichtung eines Open-Air-Geländes in Düsseldorf eine Studie zu erstellen und den zuständigen städtischen Gremien vor Beschlussfassung zukommen zu lassen.

In der Studie soll neben der Untersuchung verschiedener Standorte auch generell die Sinnhaftigkeit eines Open-Air-Geländes in Düsseldorf untersucht werden.

Bis zur Vorlage der Studie und abschließenden Entscheidung werden alle weiteren Aktivitäten für ein Open-Air-Gelände auf Eis gelegt.

Begründung:
Das geplante Open-Air-Gelände soll nicht nur kurzfristig für ein Konzert hergerichtet werden, sondern als ständige Einrichtung entstehen.

Die Arena ist seit ihrer Erstellung ein Zuschussbetrieb für die Stadt Düsseldorf. Bisher ist es nicht gelungen, eine zuschussfreie Auslastung zu erreichen. Ein Open-Air-Gelände in der Stadt würde in direkte Konkurrenz zur Arena treten. Hier die Frage zu klären, welche konkreten Auswirkungen ein solches Gelände auf den Betrieb der Arena hat.

Auch wenn nach einer entsprechenden Diskussion der Schluss gezogen wird, dass ein Open-Air-Gelände sinnvoll für die Stadt wäre, sind weitere Fragen zu klären. Für die Genehmigung eines solchen Vorhabens spielen die Auswirkungen auf die Umwelt und die AnwohnerInnen eine Rolle. Aber auch die Fragen nach den Versorgungskapazitäten für die Besucherinnen und Besucher hinsichtlich An- und Abfahrten, Parkmöglichkeiten, sanitären Einrichtungen etc. müssen vorab geklärt sein. Und nicht zuletzt muss auch die Frage der Sicherheit für Festival-Besucher umfassend und ausreichend dargestellt werden. Dazu sollten verschiedene Standorte untersucht werden.

Es kann nicht sein, dass die städtische Betreiber-Gesellschaft darüber entscheidet, ob und wo ein solches Vorhaben umgesetzt wird. Bei der Planung eines Open-Air-Geländes handelt es sich um ein Vorhaben von gesamtstädtischer Bedeutung, das nicht nur in den politischen Gremien, sondern auch in der Stadtgesellschaft diskutiert werden sollte. Das haben zumindest die Reaktionen in der Öffentlichkeit zu den bisher vorliegenden Planungen gezeigt. Eine Petition zur Rettung der Bäume haben innerhalb von fünf Tagen über 1.800 Einwohnerinnen und Einwohner unterschrieben. Um eine solche Diskussion sachgerecht führen zu können, reichen die bisher vorliegenden Informationen nicht aus.

Mit freundlichen Grüßen
 

Angelika Kraft-Dlangamandla                                   Lutz Pfundner