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Ratsfraktion

Saubere Luft in Düsseldorf – weitere Luftmessstationen

Haushaltsantrag der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Rates am 19.12.2019:

Es werden Mittel bereitgestellt, um mindestens drei weitere Luftmessstationen, welche die Gefährdung der Einwohnerinnen und Einwohner durch die Belastung der Atemluft realistisch abbilden, einzurichten und zu betreiben.                                                                             

Begründung:
DIE LINKE kritisiert seit Jahren die unzureichende Darstellung der Luftbelastung in Düsseldorf auf Basis von Passivmessungen, Verkehrszählungen und Herstellerangaben zum Schadstoffausstoß der Fahrzeuge. Die seit April 2019 von der Stadt zusätzlich eingesetzten Passivsammler sind nach Auffassung der LINKEN ebenfalls nicht ausreichend, um beispielsweise die Wirksamkeit der Umweltspur als Maßnahme zur Luftverbesserung zu bewerten.

Laut EU-Richtlinie 2008/50/EG und Verordnung des Bundesumweltamtes darf die Luftbelastung durch Stickstoffdioxid im Jahresschnitt nirgends mehr als 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft betragen und der Stundenmittelwert von 200 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter nirgends öfter als 18 mal im Jahr überschritten werden. Die eingesetzten Passivsammler lassen keine Rückschlüsse auf die Einhaltung des Stundengrenzwertes zu.

Nur durch eine größere Anzahl von aktiven Messstationen im innerstädtischen Bereich kann die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte für die Abgasbelastung wirklichkeitsnah gemessen werden. Dazu gehört auch, dass die Luftqualität auf der Kopfhöhe von FußgängerInnen und Fahrrad­fahrerInnen gemessen werden sollte und an vielbefahrenen Straßen wie dem Abschnitt zwischen Auf´m Hennekamp und Kopernikusstraße oder Münchener Straße im Bereich der Bonner Straße.   

Mit freundlichen Grüßen
 

Lutz Pfundner                                                  Angelika Kraft-Dlangamandla