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RH Lutz Pfundner

Verluste der städtischen Großhallen

Anfrage des RH Lutz Pfundner zur Sitzung des Rates am 01. Februar 2018:

Wegen massive Proteste wurden unter  OB Erwin mehrere Neubauten von Hallen in Düsseldorf durchgesetzt. Bei der Arena kam es von Anfang an zu skandalösen Vorgängen. DIE LINKE kritisierte dies von Anfang an. Mit der Bildung der Stadttochter Düsseldorf Congress Sport & Event GmbH (DCSE) und der damit verbundenen faktischen Ausgliederung wurde die politische Kontrolle erschwert bzw. unmöglich gemacht.

Noch 2016 stellte ein in Auftrag gegebenes Gutachten fest, dass die Kongressgesellschaft angeblich in einer starken Position sei. Davon ist heute keine Rede mehr. Mit 15 bis 20 Millionen Euro jährlich muss  der Verlust der Hallen des DCSE aus dem städtischen Haushalt finanziert werden. Jahrelang wurde das desaströse Finanzgebahren schön geredet.

  1. Wie hoch waren die Baukosten der einzelnen Hallen: Arena, Dome und Castello? (Bitte einzeln aufführen)
     
  2. Wie hoch war der städtische Anteil an den Baukosten? (Bitte einzeln aufführen)
     
  3. Wie hoch sind die jährlichen Verluste oder eventuellen Gewinne der letzten zehn Jahre der Hallen: Arena, Dome, Castello und Mitsubishi Electric Halle? (Bitte einzeln für die jeweiligen Hallen und Jahre auflisten)

Mit freundlichen Grüßen                                          


Lutz Pfundner           

 

Antwort der Verwaltung am 01.02.2018 (Stadtkämmerin Schneider)

zu Frage 1: Die jeweiligen Baukosten belaufen sich auf:
ESPRIT arena: 218 Mio. €
ISS DOME: 70 Mio. €
Das Castello ist nicht von der Stadt, sondern vom Freie Christliche Schulen Düsseldorf
Sportverein e. V. auf einem städtischen Erbbaugrundstück gebaut worden. Aufgrund
der finanziellen Situation dieses Vereins hat die finanzierende Bank den Heimfall
ausgelöst. Die Stadt musste rd. 26 Mio. € für die Übernahme der Halle zahlen.

zu Frage 2: Die Arena ist von der Multifunktionsarena Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG im
Zeitraum 2002 bis 2005 gebaut worden. Die Gesellschaft hat in der Bauphase aus
dem städtischen Haushalt Eigenkapitalzuführungen in Höhe von 80,1 Mio. € erhalten.
Davon sind 10,23 Mio. € von EnBW übernommen worden. Ferner entfielen von dem
oben genannten Betrag 2,1 Mio. € auf die Verlegung des TC Rheinstadion e.V..
Für den Bau des ISS DOMEs wurde ein Baukostenzuschuss in Höhe von 21,0 Mio. €
seitens der Stadt geleistet.
Die Stadt hat sich an den Baukosten des Castellos nicht beteiligt.

Die Frage 3 wird aus Gründen der Vertraulichkeit der zur Verfügung gestellten Daten
im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung beantwortet.