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Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierungen

Wohnberechtigungsscheine im Jahr 2017

Anfrage der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Ausschusses für Wohnungswesen und Modernisierung am 14.05.2018:

Eine Sozialwohnung darf nur beziehen, wer über einen gültigen Wohnberechtigungsschein verfügt. Die Erteilung des Wohnberechtigungsscheins ist unter anderem abhängig von der Höhe des Einkommens. Rund 50 Prozent der Düsseldorferinnen und Düsseldorfer haben Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein und somit das Recht eine Sozialwohnung zu beziehen.

In Düsseldorf ist es jedoch kaum möglich eine solche Wohnung zu finden. Grund hierfür ist die verfehlte Wohnungspolitik der Stadt, die zu einem massiven Rückgang der Wohnungen mit Sozialbindung führte und weiterhin führt. In den vergangenen Jahren ist die Preisbindung für Tausende Sozialwohnungen ausgelaufen, in den kommenden Jahren werden viele weitere Wohnungen aus der Preisbindung fallen. 

DIE LINKE Ratsfraktion Düsseldorf fragt an:

  1. Wie viele Wohnberechtigungsscheine wurden im vergangenen Jahr in Düsseldorf ausgegeben (aufgeschlüsselt nach Haushalten und Personen sowie Neuanträgen und Verlängerungen) und Mittel in welcher Gesamthöhe wurden hierfür von den Betroffenen aufgewendet?
     
  2. Wie viele Personen bzw. Haushalte mit einem Wohnberechtigungsschein wurden im vergangenen Jahr beim Wohnungsamt als wohnungssuchend registriert (aufgeschlüsselt nach Dringlichkeitsstufen)?
     
  3. Wie viele Sozialwohnungen wurden im vergangenen Jahr beim Wohnungsamt als frei gemeldet und wie viele dieser Wohnungen wurden vermittelt (aufgeschlüsselt nach Haushalten und Personen sowie Dringlichkeitsstufen)?

Mit freundlichen Grüßen
 

Lutz Pfundner                  Mbulelo Dlangamandla                   Peter Kirchner  

 

Antwort der Verwaltung am 14.05.2018 (Beigeordneter Zaum)

zu Frage 1: Im Kalenderjahr 2017 wurden 5.244 Wohnberechtigungsscheine erteilt.
Davon für Haushalte mit
1 Person 2.609,
2 Personen 1.048,
3 Personen 607,
4 Personen 499,
5 und mehr Personen 481.
Eine weitere Erfassung über Neuanträge sowie Verlängerungen erfolgt nicht. Es wurden Verwaltungsgebühren in Höhe von 14.100 Euro eingenommen.

zu Frage 2: Zum Stichtag 31.12.2017 waren 4.452 Haushalte mit Wohnberechtigungsschein als wohnungssuchend mit folgenden Dringlichkeitsstufen registriert:
Wohnungsnotfälle 1.536
Dringlichkeitsfälle 850
Verbesserungswünsche 2.066

zu Frage 3: Im Kalenderjahr 2017 wurden 349 Sozialwohnungen als frei gemeldet. 262 Wohnungen wurden an Haushalte vermittelt, die als Wohnungsnotfall eingestuft wurden. Eine weitere Erfassung nach Dringlichkeitsstufen sowie Anzahl der Personen erfolgt nicht.