Erhöhung der Honorare für Dozierendentätigkeiten an der VHS

Rat
Stadtrat

Haushaltsantrag der Ratsfraktion DIE LINKE Düsseldorf zur Sitzung des Rates am 14.12.2023 (RAT/519/2023):

Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschließt, den Honorarsatz für Dozierende an der Volkshochschule Düsseldorf an die Erhöhung des Mindestlohns Weiterbildung anzupassen und ab dem 01.01.2024 auf 45,89 Euro pro Unterrichtseinheit anzuheben.

Die Verwaltung nimmt Anfang 2024 eine Neuberechnung der Honorarsätze in Anlehnung an Entgeltgruppe 11 Stufe 3 TVöD vor und legt den Entwurf der neuen Honorarordnung dem Rat im 1. Quartal 2024 zum Beschluss vor.

Die zusätzlich benötigten Mittel werden in den Haushalt ab 2024 eingestellt.

Begründung:
Die Volkshochschule ist die größte staatlich anerkannte und geförderte Weiterbildungsanbieterin in Düsseldorf. Dort nehmen jährlich Tausende Menschen Weiterbildungsangebote wahr. Dabei ist eine lebensbegleitende Bildung für alle der Anspruch einer Bildungseinrichtung in öffentlicher Verantwortung. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, bedarf es Lehrkräfte, die die Weiterbildung für alle in unterschiedlichen Bereichen anbieten und möglich machen. Für die VHS Düsseldorf arbeiten rund 900 Dozierende.

Die in der Verwaltungsvorlage vorgesehenen Honoraranpassungen bis 2028 fangen nicht einmal die Inflationsentwicklung auf; sie sind de facto Kürzungen.

Seit Jahren kämpfen die Honorardozierenden und die GEW für eine angemessene Bezahlung. In einem offenen Brief wandte sich die GEW am 15.06.2023 an Oberbürgermeister Keller und legte dar, dass die unterste Haltelinie für die Bezahlung der Honorardozierenden der Mindestlohn Weiterbildung und die daraus errechnete Honorarhöhe sein sollten. Aber nicht einmal dies berücksichtigt die jetzt vorgelegte Honorarordnung.

Angemessen wäre ein Honorarsatz für Lehrkräfte an Volkshochschulen, der sich mindestens aus der Entgeltgruppe 11 TVöD errechnet.

Entsprechend beantragt DIE LINKE eine Anpassung der Honorarsätze der VHS Düsseldorf und die Bereitstellung der dazu nötigen Mittel.

Mit freundlichen Grüßen
Julia Marmulla                      Helmut Born


Beschluss: mehrheitlich abgelehnt