Anfrage der Linken im Stadtrat: Bleibt Düsseldorf bunt?

Pressemitteilung

Nach Berichten, dass der Geschäftsführer des Düsseldorfer Jobcenters eine offizielle Beteiligung seiner Beschäftigten am Christopher Street Day (CSD) verhindert hat, stellt Die Linke am 10.07.2025 eine Anfrage im Stadtrat. Dabei möchte sie von Oberbürgermeister Keller vor allem ein klares Bekenntnis zur Unterstützung der Vielfalt.

Linken-Fraktionssprecherin Anja Vorspel sieht beim Thema Vielfalt die Politik auf allen Ebenen gefordert:

"Nachdem die Bundesregierung die Regenbogenflagge nicht mehr zum CSD hissen will und den Beschäftigten des Bundestags die offizielle Teilnahme am CSD untersagt ist, erlebe ich in der queeren Community eine tiefe Verunsicherung: Wird meine Identität noch akzeptiert oder wollen uns die herrschenden Parteien die gesellschaftlichen Fortschritte der letzten vierzig Jahre wieder nehmen? Dabei bräuchte es angesichts tätlicher Angriffe und Drohungen gerade jetzt Unterstützung von allen demokratischen Parteien."

In Düsseldorf möchte Die Linke mit ihrer Anfrage die Luft zwischen der queeren Community und offiziellen Stellen klären, so Vorspel:

"Die Geschäftsführung des Düsseldorfer Jobcenters hat sich beim CSD rückwärtsorientiert gezeigt; das darf kein Präzedenzfall werden. Auch die Stadtverwaltung war nicht besonders sensibel, als sie die Regenbogenflagge vor dem Rathaus während des CSD abgehängt hat. Deshalb verlangen wir von Oberbürgermeister Keller eine eindeutige Aussage, ob er die Gleichstellung von LSBTIQ*-Menschen als Selbstverständlichkeit ansieht oder wie seine Parteikollegin Julia Klöckner als Meinungssache betrachtet. Die Linke lässt nicht zu, dass die Uhren in Düsseldorf still und heimlich zurückgedreht werden."