Auftragskürzungen für Düsseldorfer VHS-Dozent:innen: 40 Prozent verlieren hunderte bis tausende Euro
Die Stadt Düsseldorf streicht beinahe ein Viertel der Unterrichtsstunden der Volkshochschule (VHS), um 350.000 Euro zu sparen. Wie drastisch dieser Schritt die freiberuflichen VHS-Dozent:innen tatsächlich trifft, wird erst jetzt klar. Auf erneute Nachfrage der Linken nannte die Stadtverwaltung jetzt Zahlen: Zwanzig Prozent der Dozent:innen verlieren im 2. Halbjahr 2026 über 500 Euro Einkommen; weitere vierzehn Prozent über 1.000 Euro und sechs Prozent verlieren über 2.000 Euro.
Matthias Poczatek, bildungspolitischer Sprecher für Die Linke im Stadtrat, erklärt hierzu:
„Für freiberufliche Dozent:innen, die ohnehin oft am Existenzminimum arbeiten, sind Verluste von hunderten oder sogar tausenden Euro im Halbjahr existenzbedrohend. Es ist beschämend, dass die Stadt beim Sparen die Bildung und die Dozent:innen so stark ins Visier nimmt."
In der Ratssitzung hatte sich die Stadtverwaltung noch geweigert, konkrete Zahlen zu nennen, und beantwortete eine entsprechende Anfrage der Linken mit "eine pauschale Aussage hierzu ist nicht möglich“.
"Sparen bei der Weiterbildung ist schlichtweg falsch; sie ist entscheidend für sozialen Fortschritt und Chancengleichheit. Deshalb fordert Die Linke, dass der Oberbürgermeister seine Prioritäten korrigiert und die Kürzungen sofort zurücknimmt. Gelegenheit dazu hätte er am Samstag, wenn er den Tag der offenen Tür der Volkshochschule am neuen Standort in der Yorckstraße eröffnet", so Poczatek abschließend
