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Der Volkshochschule Düsseldorf droht ein Ende der Mitbestimmung

Pressemitteilung

Auf der Tagesordnung des Stadtrats steht am Donnerstag, den 16.07.2026, eine Änderung der Satzung der Volkshochschule. Die geplante Satzungsänderung sieht die Abschaffung des Kuratoriums als Mitbestimmungsorgan  vor. Im Kuratorium waren bisher unterschiedlichste Interessengruppen vertreten – darunter freiberufliche Dozierende, Teilnehmende, Angestellte und Ratsmitglieder. Künftig soll mehr Macht bei der Leitung liegen; freiberufliche Dozierende werden nur noch bedingt einbezogen, Ratsmitglieder gänzlich ausgeschlossen. 

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW Düsseldorf) protestierte dagegen mit einem Schreiben an die im Rat vertretenen Fraktionen. 

Dazu erklärt Ratsmitglied Matthias Poczatek, bildungspolitischer Sprecher der Linken Ratsfraktion:

“Zuerst streichen CDU und Grüne das Angebot der VHS zusammen - zu Lasten der Bürger*innen und zu Lasten der freiberuflichen Dozierenden, die teils Tausende von Euro dadurch verlieren. Jetzt will man offenbar die Kritiker*innen mundtot machen, indem kurzerhand das Kuratorium abgeschafft wird. Das ist schon skandalös.”

Die Linke Ratsfraktion schließt sich dem Appell des GEW-Stadtverbands Düsseldorf und des GEW-Arbeitskreises Honorarkräfte an, diese Satzungsänderung abzulehnen. In ihrem Kommunalwahlprogramm hatte Die Linke bereits klar formuliert, dass die Volkshochschule inklusiver werden muss, Honorarkräfte besser bezahlt und Dozierende fest angestellt werden sollen.

"Mit dieser Satzungsänderung würde die Stadt zeigen, dass sie auf Mitbestimmung pfeift und die Meinung der Dozierenden der VHS lieber nicht hören will. Das muss der Stadtrat verhindern. Wir werden im Stadtrat dafür kämpfen, dass die klar definierte Zusammenarbeit im Kuratorium im bisherigen Umfang bestehen bleibt", so Poczatek abschließend.

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