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Die Linke fordert den Erhalt des Deutschlandticket Schule - kein städtischer Sparkurs auf dem Rücken der Familien

Pressemitteilung

Die Düsseldorfer Stadtverwaltung plant, das Deutschlandticket für Schülerinnen und Schüler zum Schuljahr 2026/2027 auslaufen zu lassen und zum regional begrenzten Schokoticket zurückzukehren.Der von der Verwaltung geplante Wechsel zurück zum Schokoticket soll den städtischen Haushalt im kommenden Schuljahr um rund 526.000 Euro entlasten. 

Die Linke spricht von einem  verkehrs- und sozialpolitischen Rückschritt. Die Fraktion kündigt einen Antrag für die Ratssitzung am 18. Juni 2026 zur "Rettung des Deutschlandticket Schule" an.  Was in der Rechnung der Stadtverwaltung wie eine simple Einsparmaßnahme aussieht, bedeutete für Tausende Düsseldorfer Familien  einen herben finanziellen und qualitativen Schlag.

Matthias Poczatek, schulpolitischer Sprecher der Linksfraktion erklärt dazu:

“Die Rückkehr zum Schokoticket wäre kurzsichtig. Für eine Ersparnis von einer halben Million Euro im Stadthaushalt will die Verwaltung die Mobilität von  Heranwachsenden beschneiden. Das D-Ticket bietet viel mehr als das Schokoticket. Noch vor einem Jahr schrieb die Verwaltung, wie wichtig es aus ökologischer und sozialer Sicht sei, nicht das Schokoticket, sondern das D-Ticket zu finanzieren. Darauf wollen wir bestehen:  Mobilität darf keine soziale Zugangsschranke sein. Das Deutschlandticket ermöglicht es jungen Menschen, unkompliziert am Wochenende Verwandte zu treffen oder in der Freizeit Sportvereine zu erreichen – und das bundesweit. Diese Freiheit und Teilhabe dürfen wir ihnen nicht einfach wieder wegnehmen.”

Die Linke schließt sich zudem der scharfen Kritik der Elternschaft Düsseldorfer Schulen (EDS) an. Die veralteten Entfernungsgrenzen – mehr als zwei Kilometer bei Grundschulen und 3,5 Kilometer bei weiterführenden Schulen – führen gerade in den dicht besiedelten städtischen Quartieren Düsseldorfs dazu, dass viele Familien von der Kostenübernahme ausgeschlossen sind und das Ticket komplett selbst zahlen müssen.

Sigrid Lehmann, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke kritisiert die Argumentation der Stadt scharf:

“Der Ansatz der Stadt beim Sparen ist falsch: Wer junge Menschen frühzeitig an einen klimafreundlichen ÖPNV binden will, darf nicht genau dort den Rotstift ansetzen, wo es den Familien am meisten wehtut. Der immense soziale und ökologische Gewinn, den ein bundesweit gültiges Ticket für 31.000 Düsseldorfer Schülerinnen und Schüler bringt, wiegt den städtischen Mehraufwand mehr als auf.”

Die Linke Ratsfraktion setzt auf eine Breite Opposition gegen die geplante Streichung des D-Ticket Schule und fordert, dass der notwendige Ergänzungsvertrag mit dem VRR und der Rheinbahn noch rechtzeitig unterzeichnet wird, um das Deutschlandticket Schule für das kommende Schuljahr zu sichern.

 

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