Die Linke will gezielte Investition in städtische Mietwohnungen - Mietkautionsfonds soll Alleinstehenden in Not helfen
In der Haushaltssitzung des Düsseldorfer Stadtrats am 19.03.2026 beantragt Die Linke 20 Millionen Euro für Ankauf und Errichtung günstiger Mietwohnungen über die Städtische Wohnungsgesellschaft (SWD). Damit wolle Die Linke korrigieren, dass die Ratsmehrheit aus CDU und Grünen bisher "am Bedarf vorbei" investiere, so Julia Marmulla, wohnungspolitische Sprecherin der Linken Ratsfraktion:
“Mit ihrem so genannten Impulsförderprogramm verfeuern CDU und Grüne 132 Millionen Euro für Wohnungsbau am Bedarf vorbei. Mit Steuergeld werden Bauprojekte gefördert, die sich auch ohne diese Förderung rechnen. Das ist ein Förderprogramm für die Bauwirtschaft, nicht für die Mieterinnen und Mieter. Der vorgeschriebene Anteil an Sozialwohnungen bei solchen Projekten soll dagegen nach den Vorstellungen von CDU und Grünen weiter sinken; wir haben dann in ein paar Jahren nur noch 2 Prozent Sozialwohnungen in Düsseldorf, obwohl die Hälfte der Wohnungssuchenden ein Anrecht auf eine Sozialwohnung hat. Deshalb muss die Stadt in unseren Augen Geld in Ankauf und Errichtung von dauerhaft günstigen, kommunalen Wohnungen für die Städtische Wohnungsgsellschaft investieren. Mit der Investition von 20 Millionen Euro, die wir beantragen, lässt sich auf diese Weise mehr bewirken als CDU und Grüne mit 132 Millionen Euro erreichen.”
In einem zweiten Antrag widmet sich Die Linke Ratsfraktion dem Problem hoher Mietkautionen; hier soll ein städtischer Darlehensfonds in Notsituationen helfen. Er wäre eine Soforthilfe für Mieter:innen, so Marmulla.
"Wer eine Mietkaution nicht leisten kann, kann keine Wohnung anmieten. Überhöhte Kautionen stellen in Düsseldorf Gering- und sogar Durchschnittsverdienende vor Probleme. In Notsituationen kann das in die Wohnungslosigkeit führen - zum Beispiel, wenn ein Elternteil nach einer Trennung kurzfristig mit Kind umziehen muss und kein finanzielles Polster hat. Gerade Frauen geraten schnell in diese Situation. Hier will Die Linke mit einem städtischen Darlehen helfen."
