Kein Empfang und keine Unterstützung für Schiesswettbewerb der Bundeswehr
Antrag der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Rates am 25. Juni 2015: Die Stadt Düsseldorf gibt aus Anlass des 31. Internationalen Schiesswettbewerbs „Kurfürst-Jan-Wellem-Pokal“ keinen Empfang für das Bundeswehr Landeskommando NRW und dem Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V. Kreisgruppe Düsseldorf
Begründung:
Am 12. September findet im Stommelerbusch bei Pulheim der 31. internationale Schiesswettbewerb „Kurfürst-Jan-Wellem-Pokal“ statt. Ausgerichtet wird die Veranstaltung vom Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V. Kreisgruppe Düsseldorf und des deutschen Bundeswehr – Landeskommandos NRW. Bei dem Wettbewerb handelt es sich nicht um eine einfache Schiessveranstaltung, sondern es wird mit Kriegswaffen der Bundeswehr hantiert. Eingesetzt werden die Pistole P8 und das Sturmgewehr G36 von Heckler & Koch sowie das Maschinengewehr MG3 von der Düsseldorfer Rüstungsfirma Rheinmetall. In früheren Jahren war der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf Schirmherr der martialischen, kriegsverherrlichenden Veranstaltung. Letztes Jahr wurde in Vertretung des Oberbürgermeisters die Teilnehmenden durch den damaligen Bürgermeister Friedrich G. Conzen am Vorabend des Schießens im Jan-Wellem-Saal des Rathauses begrüßt. Auch dieses Jahr soll sich dies im Rathaus wiederholen. Die Kosten für den Empfang wurden bisher aus dem Budget der Protokollabteilung finanziert. Die Ratsfraktion DIE LINKE lehnt den Empfang für diese kriegsverherrlichende Veranstaltung ab und fordert den Rat der Stadt Düsseldorf auf ein friedenspolitisches Zeichen zu setzen und den Empfang abzusagen und keine VertreterInnen der Stadt Düsseldorf zu dem Schiesswettbewerb zu entsenden.
Mit freundlichen Grüßen
Angelika Kraft-Dlangamandla Lutz Pfundner
