OB Keller zieht beim Opernneubau die Reißleine; Die Linke sieht sich bestätigt
Die Ratsfraktion Die Linke begrüßt das heute von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller verkündete Aus für den Neubau der Deutschen Oper am Rhein. Die Linke hatte bereits für die Ratssitzung am 07.05.2026 einen Antrag auf ein sofortiges Moratorium und einen Ausgaben-Stopp für die Opernplanungen eingereicht.
Linken-Fraktionssprecher Chris J. Demmer: „1,8 Milliarden Euro für ein Prestigeprojekt auszugeben war von Anfang an unverantwortlich. In den letzten Monaten haben wir erlebt, wie die Stadt Ausgaben bei Sozialprojekten gekürzt und den Neubau eines wichtigen Technischen Verwaltungsgebäudes gestoppt hat; die Entscheidung gegen den Opernneubau war überfällig. Der OB und seine schwarz-grüne Koalition haben das Vertrauen vieler verspielt - das Vertrauen der Beschäftigten beim Stopp der Neubauten von TVG und Oper und das Vertrauen der Menschen in die Stadtspitze.“
Sigrid Lehmann, Fraktionssprecherin und kulturpolitische Sprecherin der Fraktion sieht einen Erfolg für Bürgerinnen und Bürger: „Der Opernneubau wurde schon vor der Haushaltskrise von 68,2 Prozent der Menschen in und um Düsseldorf abgelehnt. Die Linke hat das als einzige ernstgenommen und einen Verbleib der Oper in ihren alten Räumen gefordert. Kosten von mindestens 1,8 Milliarden Euro für repräsentative Architektur sind in einer Gesellschaft, in der fast jede:r Fünfte arm ist, einfach unanständig - und das nicht erst seit der Haushaltskrise. “
Die Linke Ratsfraktion kündigt an, der CDU und den Grünen im Stadtrat zeitnah weitere konstruktive Vorschläge zur Bewältigung der Haushaltskrise vorzulegen. „Wir haben konkrete Ideen, wie wir die soziale Infrastruktur schützen und gleichzeitig den Haushalt entlasten können", so Lehmann abschließend.
