Resolution zur Unterstützung der Hebammen
Antrag der Fraktion DIE LINKE zur Ratssitzung am 10.04.2014:
Der Rat der Stadt Düsseldorf unterstützt die Forderungen der freiberuflichen Hebammen nach einer strukturellen Verbesserung ihrer Situation. Der Rat der Stadt Düsseldorf fordert die Bundesregierung auf, sich dafür einzusetzen, dass eine gute Versorgung mit Hebammen in Düsseldorf dauerhaft sichergestellt wird.
Begründung:
Frauen haben das Recht zu entscheiden, wie und wo sie ihre Kinder zur Welt bringen wollen. Eine gute flächendeckende Versorgung mit Hebammen ist aber nicht nur für Hausgeburten wichtig, sondern auch für die Betreuung vor und nach der Geburt. Da der gesamte Berufsstand jedoch gefährdet ist, ist eine dauerhafte Versorgung in Düsseldorf zukünftig nicht mehr gewährleistet.
Seit Jahren werden freiberufliche Hebammen durch ständig steigende Versicherungsprämien unter existenziellen Druck gesetzt. Nicht wenige wurden so zur Aufgabe gezwungen, ohne dass von Seiten der Politik regulierend eingegriffen wurde. Die Verbliebenen werden nun mit weiteren Problemen konfrontiert.
Wie die Nürnberger Versicherung bekannt gab, wird sie zum Sommer 2015 aus den letzten beiden verbliebenen Versicherungskonsortien für Hebammen aussteigen. Freiberuflich tätige Hebammen werden dann keine Haftpflichtversicherung mehr haben, was das endgültige Aus für sie bedeuten würde. Das Geburtshaus Düsseldorf kündigte bereits an, die Arbeit dann einstellen zu müssen.
Trotz der Zusage des Bundesgesundheitsministers zusammen mit den Hebammen an einer Lösung des Problems arbeiten zu wollen, drängen die Hebammen auf politische Unterstützung, damit dieses Mal auch wirklich Taten folgen. Der Rat der Stadt Düsseldorf sollte hierzu Position beziehen und die Hebammen unterstützen.
Freundliche Grüße
Angelika Kraft-Dlangamandla Gilbert Yimbou