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Sonntags Kultur erleben: Die Linke fordert Erhalt des freien Museumseintritts

Pressemitteilung

Auf der nächsten Sitzung des Kulturausschusses steht auf der Agenda, die Eintrittsgelder zu verschiedenen städtischen Museen anzuheben und den kostenfreien Zugang am Sonntag zu streichen. Die Ratsfraktion die Linke Düsseldorf lehnt die von der Verwaltung vorgeschlagenen Preissteigerungen und Zugangsbeschränkungen bei den städtischen Kulturinstituten entschieden ab. Mit höheren Eintrittspreisen, der Abschaffung des eintrittsfreien Sonntags, dem Wegfall der „Happy Hour“ sowie einem zusätzlichen Schließtag werden kulturelle Angebote für viele Menschen schwerer zugänglich. 

„Kultur darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Museen, Ausstellungen und kulturelle Bildungsangebote sind öffentliche Güter und müssen für alle Menschen zugänglich bleiben. Die nun geplanten Maßnahmen senden das völlig falsche Signal“, erklärt Peter-Ulrich Peters, sachkundiger Bürger im Kulturausschuss.

Besonders kritisch bewertet Die Linke die Abschaffung des freien Museumseintritts an Sonntagen. Gerade dieser Tag ermöglicht vielen Familien, Beschäftigten, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit geringem Einkommen den unkomplizierten Zugang zu kulturellen Angeboten. Der kostenfreie Sonntag hat sich in den vergangenen Jahren als niedrigschwellige Einladung an die Stadtgesellschaft bewährt.

Sigrid Lehmann stellt als kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion heraus: „Der Sonntag ist nicht irgendein Wochentag. Viele Menschen nutzen ihren freien Tag bewusst für einen Museumsbesuch. Zugleich profitieren Tourismus und Gastronomie davon, dass Besucherinnen und Besucher aus der Region gezielt nach Düsseldorf kommen, um die kulturellen Angebote der Stadt wahrzunehmen. Wer den eintrittsfreien Sonntag abschafft, schwächt nicht nur die kulturelle Teilhabe, sondern schadet auch der lokalen Wirtschaft.“

Kultur erfülle weit mehr als eine Freizeitfunktion. Sie schaffe Begegnungsräume, fördere gesellschaftlichen Zusammenhalt, Integration und demokratische Teilhabe. Gerade in Zeiten zunehmender sozialer Spaltung müsse der Zugang zu Kultur ausgebaut statt eingeschränkt werden.

Die Ratsfraktion Die Linke fordert deshalb mindestens den Erhalt des eintrittsfreien Sonntags. Darüber hinaus müsse die Stadt in eine breite du heterogene Kulturlandschaft investieren. Stattdessen werden diese schrittweise ausgedünnt und lediglich an Prestigeobjekten wie der Milliarden-Oper gearbeitet, anstatt sich auf die Bedürfnisse aller Menschen einzustellen.

„Kultur ist kein Luxus, den man sich nur in guten Zeiten leisten kann. Sie ist ein Grundbestandteil einer offenen, solidarischen und demokratischen Gesellschaft. Wer hier kürzt, spart an der Zukunft unserer Stadt“, so Lehmann weiter.

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