Neubau der Theodor-Heuss-Brücke: Die Linke fordert Straßenbahnverbindung

Pressemitteilung

Die Bezirksvertretungen 1 und 4 haben am Montag, dem 12.01.2026 einer vierspurigen Planung des Neubaus der Theodor-Heuss-Brücke zugestimmt – also ohne Spuren für die Straßenbahn. Die Verwaltung stellte dar, dass die Straßenbahntrasse unwirtschaftlich sei und damit keine Förderung möglich sei. Die Brücken-Planung geht nun in den städtischen Ordnungs- und Verkehrsausschuss, der am 21. Januar tagt.

Die Linke kündigt Widerstand gegen die Planung an. Ratsmitglied Thomas Eberhardt-Köster, verkehrspolitischer Sprecher der Linken Ratsfraktion:

„Ein wichtiges Ergebnis der Machbarkeitsstudie ist, dass die Nordbahntangente technisch umsetzbar ist. Angesichts der Bedeutung des ÖPNV-Ausbaus greift die Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Bahntrasse zu kurz. Die Stadt Düsseldorf sollte die verkehrspolitisch und ökologisch sinnvolle Variante planen. Wenn es dann dafür keine Förderung gibt, könnten Mittel, die die Stadt aus dem Sondervermögen Infrastruktur erhalten hat dafür eingesetzt werden. Es ist absurd, dass eine zukunftsfähige Brückenplanung an der Finanzierung scheitern soll, wenn die Stadt gleichzeitig bereit ist, sich mit Milliarden für einen Opernneubau auf Jahrzehnte zu verschulden.“ 

Fraktionssprecherin Sigrid Lehmann unterstreicht: 

„Schulden für einen Prestigebau machen, aber Bahntrassen aus Kostengründen einsparen – das ist eine falsche Schwerpunktsetzung. Schienengebundener Öffentlicher Nahverkehr stößt pro Personenkilometer deutlich weniger CO2 aus als Pkw und Busse und hilft täglich zigtausenden Menschen, ohne Stau von A nach B zu kommen. Bahntrassen sind entscheidend für eine Verkehrswende, die auch sozial ist. ”

Zurzeit plant die Stadt die endgültige Beschlussfassung über die Brückenvariante für die Ratssitzung am 11.02.2026.