Vorschriften für den ESC außer Kraft gesetzt
Am 18. und 19.02.2011 meldeten die Medien in Düsseldorf, dass das mobile Stadion ohne Baugenehmigung neben der Arena in Düsseldorf errichtet wird.
Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Rat der Stadt Düsseldorf, Gilbert Yimbou:
"Die Begeisterung für den Eurovision Song Contest scheint bei den Verantwortlichen der Stadtverwaltung dazu zu führen, dass sie selbst einfachste Vorgänge nicht im Griff haben. Eine Verwaltung, die selbst als Baugenehmigungsbehörde auftritt, muss erst von der Regierungspräsidentin darauf aufmerksam gemacht werden, dass für ein Stadion, das ca. 20.000 BesucherInnen fasst, eine Baugenehmigung notwendig ist. Diesen Vorgang wird DIE LINKE. Ratsfraktion bei der nächsten Sitzung des Rates am 17. März zur Sprache bringen. Seit dem 14. Januar wird an dem so genannten mobilen Stadion gebaut und erst am 16. Februar wurden die Unterlagen zur Genehmigung eingereicht. Bauvorhaben von privaten Bauherren wären sofort still gelegt worden. Für die Stadtverwaltung scheinen aber andere Regeln zu gelten.
In einem Zeitungsartikel zu dem Thema wurde außerdem erwähnt, dass die Kosten für das Stadion mittlerweile auf 3,5 Millionen Euro angestiegen sind. Noch in der Ratssitzung am 03. Februar hat DIE LINKE gefragt, ob mit weiteren Kosten im Rahmen des Eurovision Song Contestes zu rechnen ist. Zu diesem Datum wurden die Kosten für das mobile Stadion noch mit 3,0 Millionen beziffert. Ebenfalls zu diesem Datum war mit Sicherheit bekannt, dass die Rasenfläche, auf der das Stadion errichtet wird, nach dessen Abbau wieder hergerichtet werden muss. Dass erst zwei Wochen nach der Ratssitzung Kosten in Höhe von netto 500.000.- Euro für diese Wiederherstellung genannt werden, ist nicht nur eine Missachtung des Rates, sondern grenzt schon an Täuschung der Öffentlichkeit.
