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Wartehäuschen „In den Maisbanden“

Ordnungs- und Verkehrsausschuss

Haushaltsantrag der Fraktion DIE LINKE zur Sitzung des Ordnungs- und Verkehrsausschusses am 13.11.2013:
Produkt-Nr. 054 547 010

Es sind Mittel für den barrierefreien Umbau der Bus-Haltestelle „In den Maisbanden“ der Linie 732 in Fahrtrichtung Vennhauser Allee in den Haushalt einzustellen. In diesem Zusammenhang ist der Gehweg um mindestens 10 cm zu verbreitern, um sicherzustellen, dass ein Wartehäuschen mit einer Abdeckung von 150 cm und Seitenflächen von 80 cm eingerichtet werden kann.

Begründung:

Seit Jahren warten die EinwohnerInnen der Eller Aue auf die Errichtung eines Wartehäuschens an der Haltestelle „In den Maisbanden“. Am 7. Juli 2011 beschloss die BV 08, bei der Stadtverwaltung die Aufstellung eines Wartehäuschens an der Haltestelle „In den Maisbanden“ zu beantragen. In der Sitzung der Bezirksvertretung vom 15. 09.2011 teilte die Verwaltung in einer Informationsvorlage mit: „Die Aufstellung einer Wartehalle kann hingegen erfolgen, sobald wieder Wartehallen über die Firma Wall zur Verfügung stehen.“ Auf Nachfrage wurde im Februar 2012 die Bezirksvertretung informiert, dass die Verhandlungen mit der Firma Wall „schwierig“ seien. Seitdem war nichts geschehen und die Verhandlungen mit der Firma Wall sind offensichtlich ergebnislos geblieben.

In der Sitzung vom 07. März 2013 stellte die BV einen weiteren Antrag, die Aufstellung einer Wartehalle zu veranlassen. In einer Informationsvorlage wurde die BV 08 informiert, dass die Firma Wall nicht bereit ist, eine weitere Wartehalle aufzustellen und die Verwaltung der Stadt Düsseldorf nicht bereit ist, auf Kosten der Stadt diese Wartehalle einzurichten.

Die Buslinie 732 führt durch das Wohngebiet Eller Aue. Die im Wohngebiet befindlichen Haltestellen „Am Pflanzkamp“ und „In den Maisbanden“ sind beide nicht barrierefrei ausgebaut. An keiner der beiden Haltestellen befindet sich ein Wartehäuschen. Die Eller Aue ist von fast 4.000 Menschen bewohnt. Viele davon sind auf den ÖPNV und somit auf die Buslinie angewiesen. Bereits seit Jahren besteht der dringende Wunsch der AnwohnerInnen nach einem Wartehäuschen an der Haltestelle „In den Maisbanden“. Die Bemühungen der Bezirksvertretung sind in der Vergangenheit an dem Argument gescheitert, dass für ein Wartehäuschen der Gehweg zu schmal sei und der Besitzer des angrenzenden Grundstücks seine Zustimmung für die Einrichtung eines Wartehäuschens auf seinem Grundstück verweigert.

Bei einem barrierefreien Ausbau der Haltestelle besteht natürlich auch die Möglichkeit, den Gehweg so weit zu vergrößern, dass ein Wartehäuschen mit einer Abdeckplatte von 150 cm aufgestellt werden könnte. Hierfür reicht eine Verbreiterung des Gehweges um 10 cm. Die Straßenbreite an dieser Stelle erlaubt diesen Ausbau. Die seit Jahren anhaltende ablehnende Haltung der Verwaltung zur Aufstellung eines Wartehäuschens ist nicht nachvollziehbar. Es besteht an dieser Haltestelle keine Möglichkeit, sich in Hauseingängen oder unter Bäumen vor schlechten Witterungsverhältnissen zu schützen. Der Schutz der Fahrgäste sollte allerdings der vorrangige Zweck eines Wartehäuschens sein und nicht die Frage, ob der Platz als Werbefläche lukrativ ist.

Skandalös ist, dass die bisherige Ablehnung zeigt, dass die Interessen der Menschen in den abseits liegenden Stadtteilen offensichtlich wenig Berücksichtigung finden. Während für die Haltestellen der Wehrhahnlinie Millionenbeträge für Kulturprogramme eingeplant sind, für die U 81 wieder hunderte Millionen eingeplant werden und der Kö-Bogen I und II fast eine halbe Milliarde verschlingt, ist für viele Menschen, die auf den 732er Bus angewiesen sind, kein Geld für eine kleine Wartehalle da.

Freundliche Grüße

Georg Blanchard                Lutz Pfundner    

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