Wegfall von Bundesförderung für Kulturbündnis trifft Tanzhaus NRW und Forum Freies Theater. Die Linke fordert Antwort der Stadt Düsseldorf
Junge Künstler:innen können in Düsseldorf bislang die Unterstützung eines Bündnisses internationaler Aufführungsstätten für ihre ersten Produktionen nutzen; unter anderem am Tanzhaus NRW und dem Forum Freies Theater. Ende November hat dieses Bündnis internationaler Produktionshäuser aber in einem Statement das drohende Ende seiner Arbeit verkündet. Die Bundesregierung hat dem Bündnis nach einer Kürzung der Mittel im Vorjahr die Förderung in diesem Jahr komplett gestrichen, so das Statement auf der Webseite des Tanzhauses NRW.
Im Düsseldorfer Stadtrat wurde der Verlust der Angebote des Bündnisses zum Thema; Die Linke fragte, wie die Stadt Düsseldorf mit dem drohenden Verlust umgehen will.
Linken-Fraktionssprecher Chris J. Demmer:
“Wir bekommen jetzt die Folgen eines Kulturwandels der Bundespolitik auch in Düsseldorf zu spüren. Die Regierungskoalition von CDU und SPD sorgt dafür, dass internationaler Kulturaustausch und Nachwuchsförderung gerade dort wegfallen, wo das Publikum mit der Thematisierung von Feminismus, queeren Themen und Rassismuskritik gefordert wird. Das wird die Freie Kulturszene bundesweit und international zurückwerfen. Die Linke Düsseldorf fordert, dass sich die Stadt diesem Rückschritt entgegenstellt. Leider hat uns die Stadtverwaltung mitgeteilt, dass sie eine unserer Fragen nach den Folgen für Düsseldorf nicht beantworten will, weil das keine kommunale Angelegenheit sei. Das ist mir unverständlich; wenn es in Düsseldorf wegfallende Produktionen oder Austauschprogramme gibt, ist das ein Problem für das Düsseldorfer Kulturangebot und für die Freie Szene. Das gefährdet ganz konkret die Arbeit des Tanzhauses NRW und des Forums Freies Theater in Düsseldorf. Darauf muss der Stadtrat eine Antwort finden. Leider lautete die Antwort der Verwaltung auf unsere Anfrage erst einmal nur, dass sie den Wegfall von Landes- und Bundesförderungen nicht kompensieren kann. Wir hoffen, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.”
